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Samstag, 8. Mai 2021

11. Fernlernen-Woche


Und schon wieder ist eine Woche um. Für den Kleinen Bruder war es die 11. Woche in diesem Jahr, in der er nicht in der Schule war. Seit Freitag letzter Woche waren alle Schulen im Landkreis Konstanz geschlossen, weil der Inzidenzwert an drei Tagen hintereinander über 165 lagen. Aber bereits am Tag der Schulschließung war er schon wieder gesunken. Warum dann noch eine ganze Woche kein Präsenz-Unterricht erfolgen durfte, ist mit unklar. Diesen Freitag lag der Wert hier bei 85.

Sonntag, 25. April 2021

10. Fernlernen-Woche

Hui, die Zeit rennt gerade. Das schöne Wetter will genutzt werden für Arbeiten im Garten oder zur Bewegung an der frischen Luft. Und abends war ich oft zu müde zum Bloggen oder hatte Online-Treffen. Hier noch ein paar Schnipsel von der Woche vom 19. bis 23. April.

Samstag, 17. April 2021

9. Fernlernen-Woche


Nach den Osterferien gab es hier in Baden-Württemberg erstmal wieder eine Woche Distanz-Unterricht für alle Schulkinder. Der Kleine Bruder war dabei unmotiviert, er musste im Rahmen der Physik-Epoche selbstständig Versuche durchführen und beschreiben. Außerdem musste er Rechnen und Spanisch lernen. Das verlief alles sehr zäh und nachmittags büchste er auch mal aus. Und musste dann abends nochmal ran.

Dienstag, 13. April 2021

12 von 12 im April oder Hallo Alltag!

Hier ein Rückblick auf meinen 12.April. Alle, die ihren Tag in zwölf Fotos zeigen, sind drüben bei Caro versammelt. 

Nach zwei Wochen Osterferien hat der kleine Bruder, wie alle Schüler in BaWü, jetzt erstmal wieder Distanzunterricht. Seine eine Online-Schulstunde beginnt um 9:30Uhr. Um kurz nach 9 bringe ich das Maikind zum Bahnhof. Weil sie noch zum Bäcker will, sind wir viel zu früh dran. 20 Minuten bei 2Grad im Schneeregen stehen, ist irgendwie nicht so prickelnd.

Montag, 15. März 2021

15. März

Heute hat für den Kleinen Bruder, wie für alle Fünft- und Sechstklässler im Land, die Schule wieder mit Präsenzunterricht begonnen. Die Grundschüler dürfen ja schon etwas länger wieder in die Schule. Exakt auf den Tag vor drei Monaten gingen wir in die verfrühten Weihnachtsferien.

Samstag, 13. März 2021

8. Fernlernen-Woche


Montag, 8. März 2021

Internationaler Frauentag. Mit Sonne und dünnen Schleierwolken wird es ein ganz schöner Tag. Der Liebste fährt mit dem Rad an die Uni, es finden einige Prüfungen statt. Nach seinen Erfahrungen schneiden die Studierenden jetzt im Lockdown besser als in anderen Jahren ab.

Samstag, 6. März 2021

7. Fernlernen-Woche

Das Wetter war diese Woche auf alle Fälle interessanter für das wetterbeobachtende Kind.☺



Montag, 1. März 2021

Mit traumhaftem Frühlingswetter gibt der März sein Einstand. Huch, ich weiß gar nicht, warum dieser Tag für mich so rasch vorbei ist. Die Bastelei für eine Kooperation und das Fotografieren verschlingt mehr Zeit, als ich gedacht habe. Als das Licht nachlässt, bin ich zum Glück fertig und kann meine Fotos verschicken.

Samstag, 27. Februar 2021

6. Fernlernen-Woche

Montag 22.02.21

Mit Beginn der neuen Epoche nach den Ferien geht es für den Kleinen Bruder um "Wetter und Klima". Die Lehrerin hat dieses Thema gewählt, weil sie denkt, dass es sich gut für das Lernen zuhause eignet. Dabei müssen die Schüler auch ein Wettertagebuch anlegen, deshalb muss der Kleine Bruder jetzt mindestens drei Mal täglich schauen, welche Wetterbeobachtungen er machen kann. Für den Montag hat er notiert: "Am Morgen war es nebelig und als der Nebel verschwand, sah man dünne weiße Wolken. Durch ein paar Löcher konnte man den blauen Himmel sehen. Die Sonne schien und es war 8 °C im Schatten. Es blühten lila und gelbe Krokusse auf der Wiese. Kohlmeisen zwitscherten laut in den Büschen und Bäumen ..."

Donnerstag, 11. Februar 2021

5. Fernlernen-Woche

Diese Woche war verkürzt, weil nur an vier Tagen Unterricht war. Der Winter ist nun an den Bodensee zurückgekehrt.

Der Montag startete am See mit Wolken, nur Richtung Alpen gab es Aufhellungen. Die Temperaturen erreichten nur noch 5 Grad. Der Liebste radelte seit langem mal wieder an die Uni, um eine Prüfung abzunehmen. Ich spazierte zum Lieblingsstrand mit dem Kleinen Bruder, der mit dem Roller unterwegs war. Wir staunten über die Bergkette und sahen den Storch etwas einsam auf dem Horst sitzen. Er wartet wohl noch auf seine Partnerin. Unterwegs hielt ich einen Schwatz mit einer lieben Bekannten, die wir zufällig trafen.

Samstag, 30. Januar 2021

3. Fernlernen-Woche

Am Montag schneit es beinahe den ganzen Tag. Abends zum Sonnenuntergang klart der Himmel auf. Der Kleine Bruder sucht sich nach einigem Überlegen als Land für sein Referat in Geografie Schweden aus. Zuerst schreibt er einen Steckbrief. 

Ich fotografiere zu klein gewordene Kleidung, die ich auf einem Onlineportal, das als Ersatz für unseren großen Frühlingsbasar im März dienen soll, zum Verkauf einstellen will. Ich mache Wäsche, dabei haben die Große und ich mittlerweile ein Arbeitsteilung:  Ich wasche sie und hänge auf, bzw. sortiere die Wäsche in den Trockner, die Große faltet sie. Wir verputzen die restlichen Zimtschnecken vom Sonntag zum Tee, zum Abendessen gibt es von der Großen zubereitete leckere Tofuburger mit selbstgebackenen Buns.


Samstag, 23. Januar 2021

2. Fernlernen-Woche


Diese Woche war hier ordentlich Leben im Haus. Am Montag holten wir das Maikind am Zug ab, sie hatte in Basel ihren Anschluss verpasst, der Zug war nicht richtig geheizt und so war sie durchgefroren. Es ging ihr aber auch seelisch nicht gut, deshalb brauchte sie viel Aufmunterung und ein offenes Ohr.  Das Feuer brannte im Schwedenofen und es war mal wieder so schön, mit der ganzen Familie zu spielen. Mein aktuelles Lieblingsspiel Pictures (Afillate Link) ist zu fünft sogar noch besser!

Dienstag, 12. Januar 2021

12 von 12 im Januar 2021

Hallo zum ersten 12 von 12 im neuen Jahr! Ich zeige ich hier wieder 12 Fotos von meinem Tag, heute, wie zuletzt vor zwei Jahren, in der Winteredition. Wer noch alles bei der Aktion mitmacht, seht ihr bei Caro/Draußen nur Kännchen.

Ich wache auf mit Magenkrämpfen. Der Liebste fährt mit der Großen, wie jede Woche, ganz früh zum Einkaufen. Sie sind beinahe die einzigen Kunden im großen Laden. Kaum bin ich wieder eingeschlafen, geht der Wecker und ich muss den kleinen Bruder wecken. Der frühstückt dann Toastbrot, ich trinke nur schwarzen Tee.

Montag, 11. Januar 2021

Hallo Fernlernen!

Heute, nach dreieinhalb Wochen Weihnachtsferien, beginnt für den kleinen Bruder eine weitere Phase des Fernlernens. Und kein Ende ist abzusehen.

Ein Novum gibt es diesmal, denn im Unterschied zu den vielen Wochen während des ersten Lockdowns im letzten Jahr, hat seine Schule sich nun für die Nutzung einer Lernplattform entschieden. Es handelt sich dabei um einen waldorfspezifischen Anbieter. 


Samstag, 18. Juli 2020

18.Zuhause-Woche




Die letzte Homeschooling- und zweitletzte Schulwoche vor den Großen Ferien verging wie im Flug. Beim kleinen Bruder ist aber die Luft inzwischen absolut raus. Er ist diese Woche gleich wieder in einen Ferien-Modus verfallen, schlief abends spät ein und kam morgens nicht aus dem Bett, um seine Aufgaben für die Schule zu erledigen. So zogen sich diese meist bis in den Nachmittag hin.

Inzwischen wurde nun beschlossen, dass nach dem Sommerferien so viel Präsenzunterricht wie möglich realisiert werden soll. An den weiterführenden Schulen solle eine Maskenpflicht bestehen und Lehrer sollen sich freiwillig auf Corona testen lassen.

Am Anfang der Woche war es angenehm warm und schön sonnig. Wir konnten Störche über dem Feld beobachten, am Ende waren es etwa 10, die sich in den Himmel emporschraubten. Ich habe zum ersten Mal von dem am Sonntag von der Alb mitgebrachten Johanniskraut Rotöl angesetzt. Ich stellte die Stiele in eine Vase und konnte die Woche über jeden Tag wieder die neu geöffneten Blüten ins Öl dazugeben.




Der Liebste fuhr an zwei Tagen mit den Rad zur Uni, denn es fanden Prüfungen statt. Und er fertigte ein Video an, um sich den neuen Studenten zu präsentieren.

Im Garten blüht jetzt endlich der Lavendel und wir können hauptsächlich Wildbienen daran beobachten. Auch der Sommerflieder blüht nun, aber wir sehen keine Schmetterlinge mehr an ihm, das ist beängstigend. Vor vier Jahren war das noch anders. Auch meine Fensterkisten ziehen Insekten an. (Foto oben)



Karstweißling



































Ich arbeitete diese Woche verstärkt für mein Buchprojekt und plante die Veranstaltungen der BUND-Naturkindergruppen für das kommende Schuljahr. Außderdem musste ich den kleinen Bruder diese Woche gleich zweimal zum Karatetraining bringen, denn nächste Woche sind, kaum durfte das Training wieder starten, bereits Prüfungen.

Aus dem Hochbeet auf der Terrasse haben wir die erste Zucchini geerntet. Und für unser Müsli gibt es noch Johannisbeeren und die ersten Himbeeren zum Pflücken.

























Donnerstag und Freitag waren grau und verregnet, ich wusste ja schon fast nicht mehr, was ein Schirm ist☺. Ich freute mich über jeden Schauer, denn Gärten und Landwirtschaft haben Regen nötig. Wir machten es uns drinnen schön gemütlich, so ein Homeschooling hat auch sein Gutes.

An einem der Regentage hatten wir, oder die Schneckenhäuser im Kranz, Besuch an der Haustüre. Seht mal:




Sonntag, 5. Juli 2020

12.(+4)Zuhause-Woche


12 Wochen und wenn ich die Ferien dazuzähle 16 Wochen sind wir jetzt bereits zusammen zuhause. Puh, das sind quasi vier Monate. Diese Woche war der kleine Bruder wieder ganz zuhause. Das Fernlernen hat eigentlich ganz gut geklappt. Er hatte bereits in der letzten Präsensschulwoche seine Aufgaben für jeden Wochentag mit bekommen.

Die Große arbeitete diese Woche wieder bei der Produktion von WaPo Bodensee mit und brauchte unser Auto, um die abgelegenen Drehorte zu erreichen. Daher mussten wir uns anders organisieren, also mit Bus oder Rad fahren, was aber auch ganz gut geklappt hat.

Ich besuchte einen Elternabend, der im Freien im neuen Schulgarten stattfand. Dieser liegt am Stadtrand und ich fuhr die etwa 10 km mit den Fahrrad. Der Abend begann um 19:15Uhr und ich wurde auf dem Hinweg vom Liebsten und dem kleinen Bruder begleitet. Das war echt lieb, denn sonst hätte ich den Weg über die Felder und Wiesen nicht so rasch gefunden. Und die Beiden hatten dabei gleich noch etwa Bewegung.
Klassenlehrerin und Gartenbaulehrerin begrüßten uns Eltern und wir bekamen den Schulgarten gezeigt, in dem schon allerhand wächst und blüht. Das Fach Gartenbau beginnt für den kleinen Bruder mit dem neuen Schuljahr im September und daher wurden wir über die Inhalte informiert. Bei Leckereien und netten Gesprächen verging der Abend wie im Flug. Als es abkühlte, wurde ein Feuer angezündet und in der Ferne konnten wir die Berge im Abendrot sehen.
Um 22Uhr machte mich dann auf den Rückweg. Einmal habe ich verfahren, aber zum Glück fand ich den richtigen Feldweg. Wie schön, dass es im Hochsommer so lange dämmrig ist. Als ich am Waldrand entlang fuhr, entdeckte ich Glühwürmchen und schrie vor Freude laut auf.




























Vor 120 Jahren, am 2. Juli 1900, ließ Graf Zeppelin sein erstes Luftschiff über dem Bodensee aufsteigen. Das muss ein Riesenspektakel gewesen sein. Wie das damals vonstatten ging, kann man dort sehen

Diese Woche hatten wir hier schönes Badewetter, es wehte immer eine leichte Brise und es hat auch hin und wieder geregnet. Ich habe diese Woche genutzt, um Kräuter aus dem Garten zum Würzen und für Tee zu trocknen. Auf der gemähten Wiese hinterm Haus sitzen seit Tagen immer wieder einige Tauben. Neulich fanden sich zur Futtersuche sogar eine Stockente und ein paar Graugäse ein.
























Am Freitag Vormittag hatte der kleine Bruder einen Termin zur Kontrolle beim Zahnarzt. Wir haben es einfach mal ausgenutzt, dass er nicht in die Schule ging. Ich begleitete ihn und wir radelten bei dunklem Himmel los, kam aber trocken im Nachbarort an. Das Wetter hielt sich, bis wir wieder zuhause  waren, wir unternahmen sogar noch einen kleinen Abstecher zum Ried. Dort blühen jetzt die Seerosen wunderbar. Wir beobachteten Enten und Libellen und der kleine Bruder entdeckte eine Libellenexuvie an einem Schilfhalm.






Sonntag, 21. Juni 2020

10.Zuhause-Woche


14 Wochen, oder, wenn man die jeweils beiden Wochen der Oster- und Pfingstferien abzieht, genau 10 Wochen sind wir nun miteinander zuhause. Während eine Hälfte der Kinder der Klasse des kleinen Bruders diese Woche wieder mit dem Unterricht an der Schule begonnen hat, hieß es für ihn weiter Homeschooling. Er kommt nächste Woche mit der anderen Hälfte der Klasse an die Reihe mit Präsensunterricht. Insgesamt wird er bis zu den Sommerferien Ende Juli drei Wochen Fernlernen und drei Wochen Präsensunterricht haben. Diese Woche musste er für Deutsch und Mathe in seinen Übeheften arbeiten und alle Vokabeln aus den Fremdsprachen der letzten neun Wochen wiederholen. Von daher hat sich diese Woche für ihn kaum von den Pfingstferien unterschieden.

Das Wetter war hier sehr bescheiden, es hat oft geregnet und war kühl. Der Landwirtschaft und den Gärten haben diese Tage sicherlich gutgetan. Am Donnerstagmorgen gab es sogar Nebel, der sich aber bald lichtete und strahlend blauen Himmel durchließ. Abends zog dann wieder die nächste Gewitterfront auf. (Foto vom kleinen Bruder)
  

Nach drei Monaten wurden am Montag die Grenzen zwischen Deutschland und der Schweiz wieder geöffnet. Nun können diese wieder auch ohne triftigen Grund passiert werden. Der Südkurier titelte: Die große Chance auf ein neues Miteinander: Warum wir uns auf die Rückkehr der Schweizer Nachbarn freuen sollten. In der Innenstadt hat der Autoverkehr diese Woche deutlich zugenommen und die Einkaufsstaßen in der Altstadt sind gut besucht. Und im großen Supermarkt sind plötzlich, wie zu Beginn der Corona-Krise wieder Regale geleert, etwa bei Mehl oder bei Drogerieartikeln, weil die Schweizer ihre Vorräte nun wieder auffüllen.
 
Am Donnerstag nahm ich mit gemischten Gefühlen meinen Zahnarzttermin zur jährlichen proffessionellen Zahnreinigung und Kontrolle wahr. Ich wurde vorher angerufen und darum gebeten, meine Maske mitzubringen. Auf dem Zahnarztstuhl durfte ich sie dann natürlich ablegen. Im Wartezimmer waren alle Zeitschriften entfernt worden.


Wie ich da auf dem Weg in den Nachbarort über den Hügel fuhr und ein Fischreiher am Feldrand gemütlich entlang stakste und ich dann noch einen Rotmilan kreisen sah, fühlte es sich für einen Moment wie Glück an. Auf dem Rückweg hielt ich am Wald und ging ein paar Schritte hinein, die Sonne wärmte und der wahnsinnig blaue Himmel, das Grün der Bäume, das Rot der Kirschen, waren einfach wunderbar.




An diesem einzigsten schönen Tag musste ich dann unbedingt mal wieder den Rasen mähen. Beinahe übersehen hatte ich dabei ein aus dem Nest gefallenes Amseljunges, das neben der Gartenmauer lag. Es war aber bereits schwer verletzt und kurz darauf tot.

Ich hänge dieser Tage den Erinnerungen an die schöne Zeit in Schweden vor einem Jahr um die Zeit der Sommersonnenwende in Bohuslän nach. Zu Midsommar wurden nun in Schweden die Reisebeschränkungen gelockert, die Schweden dürfen im eigenen Land wieder reisen, aber der Weg ins Ausland Richtung Süden ist ihnen mindestens noch bis Ende August verwehrt. In diesem Jahr mussten viele Midsommar-Feste ausfallen. Die Schweden machen das Beste daraus. Wie wir das Midsommar-Wochenende verbracht haben, dazu morgen mehr.
Die Brücke über den Øresund nach Kopenhagen ist ein unüberwindbares Hindernis. Die Dänen lassen das skandinavische Brudervolk nicht ins Land.

Es bleibt ihnen auch wenig anderes übrig als im Inland zu bleiben, der Weg Richtung Süden jedenfalls ist versperrt: Die Brücke über den Øresund nach Kopenhagen ist ein unüberwindbares Hindernis. Die Dänen lassen das skandinavische Brudervolk nicht ins Land.
Es bleibt ihnen auch wenig anderes übrig als im Inland zu bleiben, der Weg Richtung Süden jedenfalls ist versperrt: Die Brücke über den Øresund nach Kopenhagen ist ein unüberwindbares Hindernis. es liegt dieses Jahr ein Schatten über dem Midsommarfest .Die Schweden dürfen 

Freitag, 29. Mai 2020

9.Zuhause-Woche


Hier ein kleiner Rückblick auf unsere neunte Woche mit Homeschooling und Homeoffice.

🐞 Am Montag ging es mir nicht gut, ich habe starke Kopfschmerzen. Ich hatte mich wohl auf der Rückfahrt vom Rheinland verkrampft, weil ich andauernd konzentriert sein musste. Vielleicht hingt es aber auch mit dem Wetterwechsel zusammen. Ich schaffte es nicht, den kleinen Bruder beim Homeschooling zu begleiten. Ganz langsam begann ich damit, die mitgebrachten Kisten auszupacken, räumte das Geschirr daraus in die Spülmaschine und schaute im Garten nach dem Rechten.

🐞 Am Dienstag, als ich den Jüngsten zum Schlagzeug-Unterricht gebracht hatte, wurde ich spontan von einer Freundin zu Kaffee und Torte eingeladen. Wie saßen, natürlich mit Abstand, im Garten auf der schönen Terrasse. Das Wiedersehen und die Unterhaltung hat nach langer Zeit sooo gut getan.

🐞 Nach neun Wochen Homeschooling ist die Luft hier inzwischen ganz raus. Der kleine Bruder beschäftigt sich mit allem Möglichen, nur eben nicht mit den gestellten Aufgaben für die Geschichtseppoche über die Griechen oder mit Mathe und den Sprachen. Am Donnerstag hatte er großen Spaß daran, im Garten und vom Balkon aus mit meiner kleinen Kamera Filme zu drehen.

🐞 Der Liebste ist immer noch zuhause und das wird auch noch bis zu den Semesterferien im August so weitergehen. Die Uni wird wohl die allerletzte Einrichtung sein, die wieder öffnet. Inzwischen läuft bei ihm alles online, neben Vorlesungen und Seminaren, Konferenzen nun sogar Vorstellungsgespräche. Wenn er an wichtige Online-Sitzungen teilnimmt, sagt er uns Bescheid und wir müssen uns im Haus entsprechend ruhig verhalten. 

🐞 Die Große haben wir diese Woche sehr vermisst. Sie arbeitet nun wieder in Köln für eine Filmfirma bei der Produktion von neuen Folgen der Serie "Alarm für Cobra 11". Auch hier sind die Hygieneregeln streng, man arbeitet mit Schutzmasken, die Schauspieler üben mit Plastikvisieren.

🐞 Diskussionen gibt es hier aktuell zu Beginn der Sommersaison um die Strandbäder. An den Strandbädern am See ist das Baden wegen der Corona- Verordnung nicht erlaubt. Die Liegewiesen sind geöffnet, aber das Baden ist in Bädern in Baden-Württemberg verboten. Außnahme: An frei zugängigen Badestellen außerhalb der offiziellen Strandbäder ist schwimmen erlaubt.

🐞 Das Wetter war diese Woche ganz angenehm: Nicht über 20C, etwas windig, mit einer Mischung aus Sonne und Wolken und ein kleines bisschen Regen. Das Erdbeeren-Selbstpflücken hat bereits letzte Woche hier am Ort begonnen und es sind besonders viele Menschen auf den Feldern. Ich vermute mal, so viel Erdbeermarmelade wie in diesem Corona-Jahr wurde noch nie gekocht.☺

🐞 Heute startet mit dem NABU Insektensommer "Das große Zählen". Der NABU ruft dazu auf, bis zum 7.Juni eine Stunde lang Sechsbeiner zu beobachten und zu notieren. Dazu gehören auch die niedlichen und nützlichen Marienkäfer. Vielerorts verdrängt der invasive Asiatische Marienkäfer den Siebenpunkt und andere einheimische Marienkäferarten. Die Entdeckungsfrage unterstützt seit diesem Jahr den Insektensommer: Welche Marienkäferart können Sie häufiger entdecken?

🐞 Morgen beginnen hier die Pfingstferien. Zwei Wochen und zwei Tage sind es an der Schule des kleinen Bruders. Wir bleiben dieses Jahr zuhause, hoffen aber, dass wir rund um den See Ausflüge unternehmen können. Noch sind die Grenzen zu Schweiz und Österreich ja weiterhin für Touristen geschlossen.
























Ich wünsche allen schöne Pfingsttage!


Mittwoch, 13. Mai 2020

12 von 12 im Mai

Hier sind 12 Fotos von meinem 12.Mai. Wir sind nun schon in der siebten Woche zuhause. Drüben bei Caro versammeln sich alle, die ihren Tagesablauf in 12 Bildern zeigen.


Heute am Fest des Eisheiligen Pankratius gab es zum Glück keinen Frost in der Nacht. Ich werde um 8Uhr wach, als der Liebste und die Große sich gerade fertig machen. Da ist es 4C. Die beiden machen seit Beginn dieser verrückten Corona-Zeit den Einkauf für die Woche zusammen. Dazu fahren sie immer ganz früh ins Einkaufszentrum.

Der kleine Bruder schläft noch. Ich trinke erstmal eine Tasse Tee und genieße die Stille im Haus. Hach, ich liebe diesen Blick aus dem Fenster gerade sehr. In diesem Jahr wurde auf dem Feld hinterm Haus ausnahmsweise mal eine Blumenwiese eingesät. Ich lege mich dann nochmal ins Bett und lese in meinem aktuellen Buch (Affiliate Link).





















Als die beiden zurück sind und alles ausgeräumt und verstaut ist, wird auch schon die Grüne Kiste vom Rengoldshausener Hof geliefert. Darin ist Gemüse und Obst sowie Eier und in der blauen Kühlbox Milchwaren und manchmal Fleisch. Ich bestelle das alles immer so, wie wir das brauchen und mögen. Wir müssen dann quasi puzzeln, um alles im Kühlschrank unterzubringen.

Nach dem Frühstück beginnt der Liebste mit Homeoffice im Dachstudio und hat beinahe nahtlos Vorlesungen und Konferenzen bis zum Abend. Für den Jüngsten steht wieder Homeschooling an. Diese Woche soll er für den Hauptunterricht einiges fertigstellen, denn am Freitag müssen wir die dicke Mappe mit allen Blättern und Arbeiten von sieben Wochen in die Schule bringen. Die Lehrerin hat wieder Sprachmemos geschickt und ein Dossier zum Lesen zur Einstimmung auf die nächste Geschichtsepoche. Er sitzt heute an einem Mathearbeitsblatt und an der Englisch Lektüre. Ich erledige dabei Hausarbeit und muss ihn immer wieder motivieren, weiterzuarbeiten.

Die Sonne scheint und erwärmt die Luft mittags auf 14C. Im Garten ist es noch nass, heute wird hier kein Trampolin gesprungen.




















Ich schaue nach den Rosen, die alle übervoll mit Knospen hängen, ob sich nicht schon eine geöffnet hat. Ja, an der Hauswand entdecke ich dann die allererste. Der Nachbarkater streicht mir um die Beine und legt sich dann auf die sonnenwarmen Steine an unserer Feuerstelle.  Der kleine Bruder schaut nach, ob schon etwas aus seinen im Rahmen einer Schulaufgabe ausgesäten Samen hervorspitzelt.  Er meint, Pflanzen würden doch Musik mögen, ob er ihnen vielleicht etwas vorspielen soll.




















Wir essen Müsli auf der Terrasse. Das ist meines:


Dann bringe ich der kleinen Bruder in die Stadt zur Musikschule. Da er Einzelunterricht hat, darf er heute zum ersten Mal wieder zum Schlagzeugunterricht. Er bringt seine eigenen Schläger mit. Er muss die Schule mit Maske betreten und zuerst die Hände waschen. Und es gibt ein Einbahnstraßensystem. Während des Unterrichts darf er die Mund-Nasen-Bedeckung ausziehen. Nach dem Unterricht wird vom Lehrer alles desinfiziert.

Ich fahre weiter in die Altstadt. Die Hälfte der beliebten Parkplätze auf dem Stephansplatz sind frei. Heute hat der Optiker geöffnet, es dürfen aber nur drei Kunden gleichzeitig in den Laden. Während ich warte, dass meine Lesebrille neue Nasestege bekommt, mache ich dieses Foto. Ich bin auch drauf mit Maske. ☺





















Die Stadt ist immer noch ungewohnt leer. Ich gehe ins Depot, dort sind kaum Kunden, denn es sind momentan noch wenig Urlauber am See und keine Schweizer Einkaufstouristen da. Vermutlich schreckt die Maskenpflicht die Leute auch auch vom Einkaufen ab. Ich muss sagen, ich genieße es gerade, solch leere Läden zu haben. Theoretisch wäre das jetzt eine gute Zeit, um mal wieder ausgiebig shoppen zu gehen. Die Masken vermitteln mir aber wohl ein falsches Sicherheitsgefühl. Hier die Marktstätte an einem sonnigen Maitag ohne Straßencafés:




















Im Gondelehafen werden Tretboote zu Wasser gelassen. Die „freizeitmäßige Nutzung von Booten“ ist bisher nicht erlaubt. Deshalb ist auch auf dem See kein einziges Boot zu sehen. Auch die großen Ausflugsschiffe bleiben im Hafen.
  

Auch die Imperia trägt jetzt Maske. Aber so bitte nicht! ☺


Ich hole den kleinen Bruder im Hof vor der Musikschule ab. Er hat dort noch eine halbe Stunde auf einer Bank gewartet und gelesen. Wie schön, hier blühen die Rosen schon kräftig.


Wir halten noch kurz an meinem 12tel Blick Standort. Die Wiese wächst und blüht.




















Ich mache mir dann einen Kaffee und esse die letzte Rhabarber-Vanille-Schnecke vom Wochenende. Ich blättere durch das neue Living at Home.               


Dann bekomme ich einen Anruf von der anderen Elternvertreterin in der Klasse des kleinen Bruders und wir telefonieren sehr lange. Die Große kocht uns in der Zwischenzeit zum Abendessen ein leckeres Curry, dass wir uns dann zusammen schmecken lassen. 

Heute kommt die letzte Folge der Serie WaPo Bodensee, bei deren Produktion die Große mitgewirkt hatte. Wir schauen uns "Echte Freunde" zusammen in der Mediathek an, zu diesem Anlass gibt es süßes Popcorn.


Sonntag, 10. Mai 2020

6.Zuhause-Woche

Verspätet möchte ich hier noch ein wenig von unserer letzten Zuhause-Woche berichten.


* Mit Beginn der Lockerungen müssen nun Hygiene- und Abstands- Konzepte her. Was da auf Betreiber von Campingplätzen, Hotels und Gaststätten am Bodensee zukommt, gibt dieses Video einen Einblick. Wenn ich an unser Strandbad denke, kann mir nicht vorstellen, wie das gehen soll.

* Am Montag fuhr ich abends mit dem kleinen Bruder zum Nachbarort über grüne Wiesen und Felder um etwas abzuholen. Als wir an meinem 12tel Blick-Baum von 2013 vorbeikamen, entdeckten wir ein Starennest in einer alten Spechthöhle.




* Beim Fernlernen des kleinen Bruders ging es diese Woche neben den Fremdsprachen und Mathe mit der Pflanzenkunde weiter. Die Lehrerin hatte diesmal auch Sprachmemos mitgeschickt. Er musste weiter seine gepressten Blüten aufkleben und den Hintergrund gestalten. Ich hatte ihm dafür auf Empfehlung der Lehrerin Seccorell Fingerwischfarben (Affilate Link) gekauft. Bisher hat er Spitzerdreck zum Wischen verwendet, dagegen sind diese Farben richtig genial. Auf der Seite von Seccorell ist die Anwendung schön erklärt und man kann dort auch einzelne Farben und unterschiedliche Sets kaufen. Am Donnerstag hatte der kleine Bruder den Auftrag einen Text über Pilze abzuschreiben und unterschiedliche Pilze abzuzeichen. "Endlich mal was Normales", freute er sich. In der Waldorfschule werden oft Texte von der Tafel ins Epochenheft abgeschrieben. Und so funktionierte diese Schulaufgabe dann auch prima.


* Der Liebste brachte das Auto in die Werkstadt. Er lud sein Rad in den Kofferraum und radelte damit dann die 12 km zurück und abends machte er es genau andersrum.

* Am Dienstag gab es hier quasi Dauerregen. Wir hatten ein Feuer im Kamin brennen. Die Große backte uns glutenfreie Waffeln, das Mehl hatte sie gegen dieses glutenfreie Mehl (Affiliate Link) ausgetaucht und die Waffeln schmeckten damit wirklich fein.






* Am Mittwoch hatte ich gleich zwei Termine und fuhr zum ersten Mal seit sieben Wochen in der Stadt. Ich habe meine Friseurtermine bereits für das ganze Jahr festgemacht und hatte Glück, dass genau in dieser Woche Frieursalons wieder öffnen durften. Erstmals trug ich eine Maske aus Stoff und damit saß ich dann zwei Stunden auf dem Friseurstuhl. Die Zeit verging recht schnell, ich hatte es mir unangenehmer vorgestellt. Zuerst musste ich mir die Hände waschen und es gab diesmal auch kein Getränk. Die Friseurin unterhielt sich wie gewohnt mit mir, was sie aber eigentlich nicht darf. Nachmittags fuhr ich dann nochmal in die Stadt zu meinem Kontrolltermin bei der Gynäkologin. Auch hier musste ich mir erst die Hände desinfizieren und trug während der Untersuchung und beim Ultraschall meine Maske. Beim Abtasten der Brust sind für die Ärztin neuerdings Handschuhe vorgeschrieben.

* In die Fußgängerzone war ich die einzige, die mit Maske unterwegs ist. Es war noch recht wenig los, nicht zu vergleichen mit einem normalen schönen Tag im Mai, wo Urlauber und Schweizer Einkaufstouristen durch die Altstadt strömen. Ich musste dringend zum Optiker, stand aber vor verschlossener Tür, da er aktuell verkürzte Öffnungszeiten hat. Ich gab ein Retoure-Paket ab und warf die ausgeliehenen Kinderbücher der Stadtbücherei in einen Rückgabe-Briefkasten. Dann konnte ich es mir nicht verkneifen, den Maas Natur-Laden zu betreten. Auch hier ist es schön leer und ich probiere ein paar Sachen an und nahm auch zwei Teile mit. Es fühlte sich plötzlich wieder so normal an. Ich kam mit der Verkäuferin ins Gespräch und sie erzählte von anderen Filialen in Deutschland, die schon deutlich höhere Umsätze machten als die Konstanzer.




* Ich bekam per Mail die Mitteilung, dass nach Beschluss der Fachbereichsleitung der Jugendstiftung Baden-Württemberg der Einsatz von Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern an den Grundschulen aus Gründen des Infektionsschutzes bis zu den Sommerferien nicht möglich ist. Das heißt, es finden keine Jugendbegleiterkurse statt und ich verdiene nichts mehr. Zum Glück bin ich finanziell nicht unbedingt auf die Stunden angewiesen. Sehr schade aber, dass die vielen schönen Aktionen in der Natur im Frühling und Sommer für die Kinder nun ins Wasser fallen.

* Die Große hatte uns diese Woche dreimal ganz wunderbar bekocht. Sie probiert gerade auch gerne Vegane Rezepte.

* Die Insel Mainau hat seit dieser Woche wieder geöffnet. Man kann die Blumeninsel aber nicht einfach so besuchen, sondern muss ein Online-Ticket mit einem Zeitfenster buchen.
 
* Ich kämpfe dieser Tage mit den Rosenkäfern. Im letzten Jahr hatten sie mir die Staubgefäße der Blüten der jungen Eberesche, den ich an der Terrasse gepflanzt habe, komplett abgefressen und ich hatte im Herbst keine roten Beeren. (Das Foto unten ist vom Mai letzten Jahres.) Und so gehe ich zur Zeit immer mal wieder schauen und verjage sie. Als wir einen Tag unterwegs waren, hatte ich einfach Gefrierbeutel über die Blüten gestülpt, um die dicken Käfer von den Blüten abzuhalten.



* Am Freitag haben wir einen besonderen Ausflug unternommen. Der Liebste konnte sich den Nachmittag freinehmen vom Homeoffice und so fuhren wir mittags in den Hochschwarzwald. Am Bahnhof in Hinterzarten trafen wir das Maikind, das mit dem Zug aus Freiburg kam. Was eine Freude, denn wir hatten uns, auch wegen der Angst vor einer möglichen Ansteckung, seit Fasching nicht mehr gesehen. Auf einer Löwenzahnwiese machten wir erstmal Picknick. Die Große hatte dafür superleckere Salate und feine Muffins vorbereitet. Einfach wunderbar! Was wir anschließend zusammen unternommen haben, davon berichte ich hier noch gesondert.