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Mittwoch, 8. Oktober 2014

"Wie kommen die Löcher in den Käse?"

In der idyllischen Bergwelt des Appenzellerlandes entsteht seit mehr als 700 Jahren der würzigste Käse der Schweiz. Appenzeller Käse wird in über 60 Dorfkäsereien nach traditionellem Rezept hergestellt und mit der geheimnisvollen Kräutersulz gepflegt. 
Vor Kurzem haben wir die Appenzeller Schaukäserei in Stein besucht. Hier haben wir einiges über die Käseherstellung und der Geschichte des Appenzeller Käses erfahren.
 
Auf der Besuchergalerie kann man prima die Produktion des Käses verfolgen. Man blickt direkt hinunter ins 6500 Liter fassende "Käsekessi", wo die Milch unter ständigem Rühren auf 31°C erwärmt wird. Nach der Zugabe von Lab und Milchsäurebakterien beginnt der Käsungsprozess. Nach etwa 30 Minuten kann man beobachten, wie die Käseharfe durch die eingedickte Gallerte gezogen wird. Dabei trennen sich kleine Körner, der sogenannte Käsebruch, von der wässrigen Molke. Sobald die Bruchmasse die gewünschte Festigkeit erreicht hat, wird der Käsebruch in kreisrunde Behälter gefüllt, mehrmals gepresst und gewendet. Wenn genügend Flüssigkeit ausgepresst ist, lässt der Käsemeister die frischen Laibe auf Regalen abtropfen. Ein Metallring hält den noch weichen Käse in Form. Jeder Laib Appenzeller Käse wird dann mit einem Käsepass als Qualitätssiegel versehen.

Beeindruckend ist auch der Blick aus sechs Metern Höhe hinunter in den Käsekeller auf 13500 Käselaibe, die vom Roboter regelmässig gewendet und mit der geheimnisvollen Kräutersulz gepflegt werden.  Dort reifen die Laibe mehrere Monate zu vollem Geschmack heran.

Zum Schluss haben wir uns noch verschieden lang gereifte Käse zum Probieren gekauft.
Und vor der Schaukäserei konnten sich die Kinder auf dem als Käse gestalteten Klettergerüst austoben.





























Im Anschluß an den Besuch der Schaukäserei empfiehlt sich noch der Besuch des  Appenzeller Volkskundemuseums oder eine Wanderung auf die Hundwiler Höhi.
   
Weitere Schaukäsereien in der Schweiz findet ihr dort



Dienstag, 18. März 2014

Alles Käse oder was?

Im Februar hatte ich mich an das Projekt Käse gewagt. Schon seit längerem möchte ich mit den kids das Käsen probieren, habe mich aber davor gescheut, was wir alles dafür nötig hätten.
Eine Anleitung für das Käsemachen mit Kindern hatte ich dort entdeckt.
Unser erster Käse sieht etwas seltsam aus, da er nicht ausreichend gepresst wurde, aber nach zwei Wochen Reifung, kann man ihn essen, er schmeckt lecker würzig.
Es gibt noch einiges zu Verbessern, mit meinen neuen Buch über Käseherstellung werden wir bald wieder einen neuen Versuch starten, vielleicht mit Kräutern?