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Freitag, 3. Juli 2020

"Unser" Ferienhaus in Mollösund


Eintrag enthält Werbung wegen Verlinkung, den Aufenthalt haben wir selbst bezahlt


Gegen mein Fernweh habe ich weiter in meinen Fotos von Bohuslän (Schweden) vom letzten Jahr gestöbert. Ich zeige heute einfach mal Fotos von dem Ferienhaus im alten Fischerort Mollösund in dem wir die zweite Ferienwoche verbracht haben und uns dort pudelwohl gefühlt haben. Ihr werdet sicher gleich verstehen warum.

























Gleich hinter den roten Bootsschuppen gelegen, steht das alte Haus in der ersten Reihe zum Meer. In dieses Haus mit seinem marimen Flair habe ich mich gleich verliebt, alles wirkte so autentisch und ich finde, die Inhaberin hat wirklich ein Händchen bei der Einrichtung. Schon der Eingangsbereich und der Flur wirkten sehr einladend.




























































Mich begeisterten auch die im ganzen Haus verteilten unglaublich vielen perfekt arrangierten Kleinigkeiten mit maritimem Bezug. Im Erdgeschoss liegen die Schlafzimmer.



























Das obere Stockwerk beherbert den Wohnbereich und die Küche, ist hell und freundlich und stimmig eingerichtet. Aus den Fenstern bietet sich ein wenig Ausblick über die roten Dächer zum Meer, hin und wieder schauen auch die Segel der großen Boote hinter den Dächern heraus. Das Haus steht zwar gleich in der Ortsmitte, wo auch der kleine Laden ist, und nahe beim Hafen, aber wir fühlten uns dort oben ein bisschen wie abgehoben und einfach wunderbar.





























































Freitag, 19. Juni 2020

Midsommar in Schweden

Letztes Jahr habe ich mir einen ganz großen Wunsch erfüllt, nämlich meinen Sommeranfangsgeburtstag in Schweden zu feiern und dabei Midsommar, die Feier zur Sommersonnenwende, zu erleben. Unsere späten Pfingstferien machten uns dies möglich. Midsommar ist nach Weihnachten das zweitgrößte Fest des Jahres und die meisten Schweden feiern es mit Verwandten, Freunden und Nachbarn. Bereits einen oder zwei Tage vor Midsommar wird die geschmückte midsommarstång (Mittsommerstange), ein mit Birkenblättern und Bändern geschmückter Baum, aufgestellt. Hier seht ihr die midsommarstång von Fjällbacka.
 


Das Midsommar-Wochenende verbrachten wir im zauberhaften alten Fischerort Mollösund an der Westküste der Insel Orust in den Schären gelegen. Der Ort war in den Tagen vorher noch ganz ruhig und wirkte beinahe verlassen, zum Midsommar-Wochenende füllte er sich mit Leben.

Traditionell verbringen die Schweden dieses besondere Wochenende auf dem Land. Es markiert den Beginn der Sommerferien in den Schulen und für viele Erwachsene fängt auch der Sommerurlaub an. Der Freitag davor wird midsommarafton (Mittsommerabend) genannt und obwohl er kein offizieller Feiertag ist, haben die meisten Geschäfte geschlossen. 

Pünktlich zu Midsommar besserte sich zum Glück das Wetter, es wurde sonnig, die Temperaturen blieben aber bei 20C. Überall, sogar an den Straßenrändern, konnten wir blumenpflückende Frauen und Kinder beobachten und in den Gärten saßen die Familien beeinander und flochten Blumenkränze. Ich tat es ihnen nach, denn ich wollte auch einen Kranz für Midsommar.


Bei Larsens Fisch kauften wir für den 21.Juni, midsommarafton und gleichzeitig auch mein Geburtstag, frischen Lachs und feinen eingelegten Hering. Dazu gab es neue Kartoffeln. Und natürlich Erbeeren, die traditionell an Midsommar gegessen werden, so kurz vor Midsommar waren sie schwieriger zu bekommen und deutlich teurer als vorher. Es werden sogar spezielle Midsommar-Servietten mit passenden Motiven wie Erdbeertorten, Flaggen und Blumenkränzen in Gelb-Blau angeboten.

Der Festakt mit dem Tanz um die midsommarstång, fand in Mollösund am midsommardag, also Samstag nachmittags statt. Auf einem Platz am Ufer waren kleine rote Hütten aufgestellt, die Getränke und kleine Speisen anboten. Uns bot sich ein schönes buntes Bild, denn viele trugen hübsche Blumenkränze auf dem Kopf. 
 


Zuerst gab es musikalische Darbietungen mit Musik und Chor. Da wir kein Schwedisch sprechen, wissen wir nicht genau, worum es dabei ging. Es gab jedenfalls kräftig Applaus.


Dann begann der Kreistanz um die Mittsommarstang. Wir kannten diese Lieder und Tänze schon von den jährlichen Feierlichkeiten auf der Insel Mainau, aber sie hier in Schweden zu erleben, war etwas ganz anderes. Der salzige Geruch des Meeres, farbenfrohe verschwenderische Blütenpracht sowie Sonnenschein und Himmelsblau sorgten für ein Gefühl von sommerlicher Leichtigkeit und es lag eine zauberhafte und ausgelassene Stimmung in der Luft.
 



Wir spazierten anschließend noch ein bisschen durch den Ort, genossen die Sonne auf der Terrasse und sahen spätabends auf dem Hügel die Sonne untergehen an diesem längsten Tag des Jahres.

Diese letzte weiße Nacht, in der ich, wegen der Helligkeit und den Midsommarfeiern in der Nachbarschaft, kaum Schlaf fand, war für uns besonders kurz, weil wir uns in der Frühe um Fünf schweren Herzens auf die Rückreise begeben mussten, um in Göteborg an Bord der Fähre zu gehen.




Dienstag, 20. August 2019

Eine überraschende Begegnung

... hatten wir während unserem Urlaub im zauberhaften Bohuslän. 

Von den Fenstern des auf den Felsen über dem Fjord liegenden und von Bäumen und viel Grün umgebenen Ferienhauses, konnten wir beim Frühstück ein Reh beobachten. Es kam aus dem benachbarten Wäldchen zwischen den Steinen hervor und fraß vom Pflanzbeet, wurde dann mutiger und zupfte frische Blätter des Apfelbäumchens ab. Und wir hatten den Eindruck, als beäugte es uns dabei ganz genau.

Zwei Tage später, als der Liebste und ich abends in der Dämmerung noch im Hot Tub saßen, kam es nochmal vorbei.





Und da ich Nachfragen zu dem wunderbaren Ferienhaus bekommen habe, das hier und hier schon zu sehen war: Ihr findet es dort!

Eintrag könnte Werbung enthalten, den Aufenthalt im Ferienhaus haben wir komplett selbstbezahlt


Donnerstag, 15. August 2019

In Göteborg

(Eintrag könnte Werbung enthalten. Ausflug und Einkäufe von uns selbst bezahlt.)

Von unserem Urlaub in Westschweden möchte ich hier am Blog hin und wieder noch etwas nachtragen.

14.06.19
Am nächsten Tag nach dem Geburtstag des kleinen Bruders wollen wir Göteborg besichtigen. Am Vormittag fahren wir mit Auto nach Kungälf und wollen uns dort rasch noch Zugtickets kaufen, die auch für den öffentlichen Nahverkehr in Göteborgs Innenstadt gelten. Die soll es, laut Internet, im ICA-Laden geben, was aber, wie wir dort erfahren, nicht mehr stimmt. Wir düsen rasch weiter zur Tankstelle und als wir endlich Tickets haben, rennen wir zum Bahnsteig, weil der Zug schon einfährt. Puh, das war knapp.

Mit der Bahn fahren wir dann entspannt bis zur Göteborger Centralstation. Von da spazieren wir über eine Brücke Richtung Hafen und sehen schon von weitem das rot weiße Bauwerk Göteborgs Utkiken, Lippenstift genannt. Wie laufen um den Gästehafen herum, am Operngebäude vorbei und sehen die Evert-Taube-Skulptur. Am Maritiman, einem Schiffsmuseum, liegen fest vertäut unterschiedlichste alte Schiffe am Kai, die besichtigt werden können.































































Unser Weg führt uns dann am Kanal entlang, vorbei an Göteborgs Stadtmuseum, in dessen Gebäude früher die Geschicke der Ostindischen Kompanie gelenkt wurden und der Tyska Kyrkan, der Deutschen Kirche. Am Gustav Adolfs Torg, dem klassischen Stadtzentrum mit den repräsentativen Gebäuden: Gericht, Rathaus und ehemalige Börse.



























Im Fastfood-Restaurant kaufen wir uns Snacks und sind überrascht, dass die Toilettenbenutzung extra kostet. Wir setzen uns zum Essen an den Stora Hamn-Kanalen. Nachher fahren wir ein bisschen mit den hübschen blauen Straßenbahnen durch die Stadt und steigen hier und da auch mal kurz aus.




Dann fahren wir zum Vallgravenkanal zur Anlegestelle der Paddanboote, den typischen Ausflugsboote. In der Wartezeit kauft der Liebste kauft in einem Käseladen schmackhaften Herrgårdsost, den wir gleich mit Brot probieren. Die Fahrt im offenen Boot geht dann zunächst durch die Kanäle und weiter durch den Hafen, die Brücke sind teilweise so niedig, das wir die Köpfe einziehen müssen. Die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke werden uns von einem Guide in Englisch erklärt, beispielsweise die Fischkirche.


































Anschließend fahren wir zum Haga-Viertel, dem ältesten Stadtteil Göteborgs. Dort schlendern wir durch die kopfsteingepflasterten Gassen und schauen uns die Häuser aus dem 17. Jahrhundert an. 

Es gibt einige nette Cafés in Haga, aber das ist das älteste und bekannteste ist das "Husaren". Hier sehen wir Leute draußen sitzen, die riesige Kanelbullar verspeisen. Wir stellen uns an, um auch einen dieser Riesen zu erstehen und teilen ihn uns, schmeckt sehr fein mit Zimt und Kardamom. Das "Kafé Husaren", so lesen wir später im Internet, ist in ganz Göteborg und Umgebung für seine enormen Zimtschnecken bekannt. 

Gegenüber entdecke ich den VillaValla-Laden, der schöne Kinderklamotten aus fairgehandelter Bio-Baumwolle anbietet und gerade einiges reduziert hat. Ich rufe den Jüngsten, damit er sich etwas aussucht. Gegründet in Göteborg gibt es inzwischen Shops in ganz Schweden. Gerne wäre ich dann noch länger durchs Viertel geschlendert, aber die Familie will zurück.  





Während die Kids am Spielplatz bleiben, steigen der Liebste und ich aber noch rasch auf den Burghügel von Skansen Kronan und genießen eine tolle Aussicht über das Stadtgebiet. Mit der Straßenbahn fahren wir dann zurück zum Bahnhof.