Im letzten Frühjahr haben wir einen Weideniglu im Garten gepflanzt, der im Hochsommer bereits einen schönen schattigen Rückzugsort bot. Hier am Blog habe ich ab und an Fotos davon gezeigt. Im Vorfeld hatte ich vor dem Projekt ganz schön Respekt, aber es ist eigentlich gar nicht so schwer.
So gerne hätte ich mit Lebendweiden aus der Region gearbeitet, aber leider habe ich hier keinen Anbieter gefunden, deshalb habe ich sie von dort liefern lassen.
Für unseren Weideniglu mit 2m Ø haben wir ein Weidenset mit etwa 32 Stehern in 3 m Länge und etwa 60 Diagonalen in 2,5 m Länge zum Einpflechten verwendet.
Die beste Bauzeit für ein solches Projekt ist der März, bei uns hat es auch noch im April funktioniert.
So geht`s:
Ihr braucht dafür einen sonnigen Platz. Mit einer Schnur als Zirkel markiert ihr den Kreis und legt fest, welche Stelle als Eingang frei bleiben soll:
Dann werden die Steher in ca. 20cm Abstand möglichst tief eingesetzt und in den Graben wird etwas lockere Erde eingefüllt:
Anschließend werden die Diagonalen eingeflochten und tief in den Boden gesteckt. Dabei kann man evtl. den Eingang besonders ausformen. Eine optisch schöne Form hinzubekommen, ist nicht ganz einfach. Teilweise haben wir dazu die Weiden gegen Wegrutschen mit Hanfseil aneinander fixiert.
Dann die Erde einschlämmen und mit Rindenmulch bedecken. Und zum Anwachsen viel gießen. Fertig!
Bei regelmäßigem Gießen (mindestens zwei bis drei Mal pro Woche) bekommt der kahle Weideniglu bereits im Frühjahr einen grünen Pelz (Hier kann man die Hanfseile noch erkennen):
Pflege:
Auch und besonders bei Sommerhitze wässern! Frische und verholzte
Austriebe einflechten, dabei die Form bewahren. Durch die quer
eingeflochtenen Austriebe wird der Iglu dichter und robuster. In den nächsten Jahren im Frühjahr und im Herbst abstehende Austriebe zurückschneiden.
Ich wünsche viel Spaß beim Bauen mit Weiden!