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Donnerstag, 21. Januar 2021

Für gute Laune [Kolumne]

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Erinnert Ihr Euch? Vor genau zwei Monaten habe ich hier etwas zum Thema neue Hobbies in dieser so komischen Zeit geschrieben. Nun, wer hätte damals gedacht, dass ich immer noch im Sitzen, o.k. manchmal auch im Stehen,  Kastagnetten spiele anstatt Flamenco zu tanzen?! Aber, es macht gute Laune und davon können wir alle viel gebrauchen derzeit!


Donnerstag, 17. Dezember 2020

Eine Pappschachtel an Weihnachten

Werbung unbezahlt

Dieses Jahr läuft alles etwas anders und davon bleibt auch Weihnachten nicht verschont. 

KulturRaum2 startet im Rahmen der Reihe Kunst am See gefällig? in Kooperation mit dem Kulturamt Konstanz zu Weihnachten mit „Loch statt Linse“ ein besonderes Projekt.

Samstag, 21. November 2020

Kastagnetten spielen ist wie Tanzen im Sitzen [Kolumne]

Ich weiß ja nicht, wie ihr diese so eigenartige Zeit ohne schlechte Laune übersteht, aber ich habe ein nun neues Hobby für mich entdeckt. Schließlich kann ich ja nicht immer nur spazieren gehen oder walken, wie man das jetzt nennt, um dieser Sache einen sportlichen Touch zu geben, und Secco trinken.

Flamenco tanzen – obwohl ohne Partner eigentlich super coronaconform – geht nun seit Anfang November nicht mehr und es geht mir sicherlich wie vielen von Euch, die derzeit auf ihr Hobby verzichten müssen: Es fehlt etwas! Die Bewegung und auch die Begegnung mit meinen Tanzdamen vermisse ich persönlich jedenfalls sehr!


Deshalb habe ich etwas Neues für mich entdeckt, oder sagen wir wiederentdeckt.

Dienstag, 7. Juli 2020

Der perfekte Sommerwein (Kolumne)


Unkompliziert aber nicht langweilig – der Müller-Thurgau (oder wie man in der Schweiz sagt: Rivaner)

Von wegen Tante Erna Wein, der Müller-Thurgau Wein ist viel besser als sein Ruf als altbackener Damenkränzchenwein und belehrt alle Kritiker der weißen Rebsorte eines Besseren. Ob zum Salat oder Fisch, als Aperó oder auch zu einem Nudel- oder Reisgericht– dieser Wein zeigt sich als unkomplizierter – aber nicht langweiliger – Essensbegleiter, der auch gut mal alleine stehen kann. Blind verkostet erkennen im besten Fall ausgefuchste Weinkenner den zu Unrecht so schlecht bewerteten Weißwein!

Tatsächlich kommt diese Rebsorte nämlich nicht nur hier vom Bodensee sondern ist auch weltweit die erfolgreichste Weißweinzüchtung! Die Vorteile der Sorte liegen auf der Hand: die frühe Reife, die Blüten sind wenig empfindlich, aber vor allem stellt die Sorte Müller-Thurgau an Klima und Bodenbeschaffenheit relativ geringe Ansprüche. Woher stammt also das negative Image des Müller-Thurgaus?

Die Idee, die Hermann Müller aus dem Thurgau 1882 mit seiner geplanten Kreuzung aus Riesling und Silvaner verfolgte war genial: Er wollte die blumige und fruchtige Note des Rieslings mit der Unkompliziertheit und Frische des Silvaners verbinden. Erst Ende der 1990er Jahre konnte man gentechnisch nachweisen, dass der Müller-Thurgau, im Übrigen nach seinem Schöpfer Hermann Müller aus dem Thurgau benannt, zwar eine Kreuzung aus Riesling ist, aber nicht wie angenommen mit Silvaner sondern mit der Rebsorte Madeleine Royal.

Dem daraufhin beginnenden Siegeszug dieser Neuzüchtung, dem ein Abrutschen in die Massenproduktion folgte, standen aber erst einmal ein paar Hürden entgegen. Zwar nimmt Müller 1891 seinen neu gezüchteten Wein mit in die Schweiz und baut ihn unter anderem auf einer Parzelle am Schloss Arenenberg am Schweizer Untersee an, aber der Sprung auf die deutsche Seeseite bleibt ihm verwehrt. Wäre nicht der Weinfreund Johann Baptist Röhrenbach gewesen, der in den 1920er Jahren diesen Wein probierte und begeistert war. Er ist davon überzeugt, dass diese Rebe hier am Bodensee optimale Bedingungen vorfindet. In einer Nacht und Nebelaktion startet er kurzerhand einen Schmuggel dieser Reben über den See und baut ihn heimlich auf der deutschen Seeseite an. Jahre später kommt es zum Müller-Thurgau Massenboom in Deutschland, der dem Ruf dieser Rebsorte enorm geschadet hat. Denn dieser Wein hat durchaus Qualität, wie es vor allem die Müller- Thurgau -Weine vom Bodensee beweisen: Hier handelt es sich um feine Weine, wohlproportioniert, frisch und leicht, säurefrisch und ja: unkompliziert, aber deswegen noch lange nicht langweilig.

Daher ist es nicht überraschend und sehr erfreulich, dass der Müller-Thurgau vor allem hier am Bodensee seit einigen Jahren eine Renaissance erfährt. Aber aufgepasst, rund um den Bodensee gibt es zig verschiedene Müller Thurgau Weine-jeder für sich in seiner Art super lecker! Ich selbst habe noch lange nicht alle probiert… Ihr?

Jana



Mittwoch, 24. Juni 2020

Ich kam, sah und tanzte [Kolumne]


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Eines meiner liebsten Hobbies ist das Tanzen. Seitdem ich denken kann, habe ich mich super gern zu Musik bewegt und meist lauthals (und wahrscheinlich falsch) mitgesungen. Obwohl mir meine Schulfreundin noch heute einreden möchte, dass sie ihrerseits immer mordsbegeistert war, wenn ich „Jana-Englisch“ gesungen habe -  in der ERSTEN Klasse!

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch schon gemeinsam mit meinen zwei Schulfreundinnen auf dem Dachboden meiner Oma eine kleine Choreographie eingeübt. Leider weiß ich nicht mehr zu welchem Lied, denn der Beweis befindet sich auf einem  Super8 Film - ohne Ton. Meine angestrebte Ballettkarriere endete auch relativ ernüchternd beim Vortanzen. Zu damaligen strengen DDR Zeiten musste man schon mindestens einen Spagat können um überhaupt die erste Runde zu überleben. Ich war damit schon vor der ersten Runde raus. 

In Ermangelung eines geeigneten Tanzpartners,  die Anzahl Männer die im Takt und sowohl gern als auch gut tanzen ist ja leider relativ übersichtlich, habe ich über lange Jahre in diversen Discotheken allein getanzt. Das endete dann abrupt mit meiner ersten Schwangerschaft und einer damit startenden Tanzdurststrecke. Nun war guter Rat teuer und die Rettung kam mit dem Spanischstudium: Flamenco!

Ein Tanz den man ALLEINE tanzen kann, zudem mit hochgeschlossenen Oberteilen und langen Röcken. Prima – alles ganz nach meinem Geschmack! Mittlerweile in Franken ansässig tanzte ich  dann auch über 20 Jahre in vielen verschiedenen Flamencogruppen mit und ohne Auftritte und ein Leben ohne Flamenco schien mir überhaupt nicht vorstellbar. Nun, das war bevor ich hierher an den See zog. 

Um ehrlich zu sein, auf die Idee, dass es in einer Stadt kein Flamencoangebot gibt, bin ich schlichtweg gar nicht gekommen. Aber so ist es gewesen – ich war sprachlos. Erst einmal darüber; und dann auf welch unkonventionelle Weise ich selbst einen Flamencotanzkurs ins Leben rufen durfte! Sensationell! Mit einem einzigen Anruf bei den Sportvereinen der Konstanzer Vororte Litzelstetten und Dingelsdorf war alles geritzt. Das ist nun auch schon zwei Jahre her und was soll ich sagen: Ich bin super stolz auf meine Frauentanzgruppen hier am See im Alter zwischen Mitte 30 und Mitte 80, die mir und sich selbst so viel Freude am Tanzen geben! Und: Seit der letzten Woche bekämpfen wir Flamencodamen tanzend nun auch noch ganz nebenbei das ein oder andere Corona- Röllchen. Einfach Wunderbar!

Eure Jana 




Dienstag, 16. Juni 2020

Jana am See


Vor bald einem Jahr habe ich durch einen Zufall Jana kennengelernt und jetzt sind wir quasi Kolleginnen. Mit der Zeit haben wir festgestellt, dass wir einiges gemeinsam haben. Wir teilen die Liebe zum See. Jana hat ebenfalls schon "größere" Kinder, sie schreibt auch gerne über alltägliche Erlebnisse und wie ich ist sie eine "Neigschmeckte", also zugezogen. Ich möchte sie gerne hin und wieder hier im Blog zu Wort kommen lassen. Ich freue mich auf ihre Beiträge in der Kolumne Jana am See.


Liebe Jana, herzlich willkommen hier im Blog! Bitte stell dich doch zunächst selbst einmal vor.

Hallo, mein Name ist Jana Mantel, ich bin 50 Jahre alt und ich lebe gemeinsam mit meinem Lebensgefährten und einem bis fünf Kindern in einer Patchworkfamilie am Bodensee.
Als absolute Nichtwasserratte hat es mich nach Stationen in Leipzig und Nürnberg hier an den See verschlagen. Und was soll ich sagen, das Schwimmen im See reiht sich nun in die Reihe meiner anderen Lieblingsbeschäftigungen wie Schreiben, Tanzen und Lesen nahtlos ein. Aber, den See von Land aus zu betrachten und dabei allerlei Kurioses und Bemerkenswertes zu entdecken – das ist und bleibt mein persönliches Highlight!
Die eine oder andere Begebenheit die mir widerfährt, würde ich gern mit Euch teilen und ich danke an dieser Stelle Gina, dass sie mir in ihrem Blog die Gelegenheit dazu gibt. Auf bald!

Es grüßt herzlich, Jana