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Freitag, 5. Januar 2024

Der Laternli-Weg - Im WinterWunderland

Die Schwägalp liegt auf 1360 Metern an der Nordwestflanke des Säntis, dem mit 2502 Metern höchsten Berg des Alpsteingebirges. Im Winter kann man inmitten der einmaligen Naturkulisse durch eine verschneite Märchenwelt spazieren, die Wanderwege sind ab dem ersten Schnee bis Ende März präpariert. Rodeln ist auf den Wegen und auf den Hügeln bei der Talstation möglich, Schlitten und Schneeschuhe können im Hotel ausgeliehen werden. Von November bis März gibt es mit dem Laternliweg ein besonderes Highlight.

Samstag, 4. Januar 2020

Im Winterland


Zwischen den Jahren haben wir im Appenzellerland den Winter gesucht.

Wir fuhren an grüne Hängen vorbei und auch noch auf 900 m war von Schnee nichts zu sehen. Das hatten wir so nicht erwartet und wurden langsam unruhig. Erst als wir begannen, die Passstraße zur Schwägalp aufzufahren, lag an den Nordhängen Schnee. Als wir uns der Passhöhe näherten, dann die nächste Überraschung: Autos ohne Ende.

War wohl keine so gute Idee, an einem Wochenende zwischen den Feiertagen hier her zu fahren. Auf der Passhöhe war die Durchfahrt zur Schwägalp sogar zeitweise gesperrt, die Autos wurden nicht durchgelassen. Auf der anderen Seite des Berges führte die Straße ins Tal hinab. Wie folgten ihr ein Stück und wendeten dann. Nach einiger Wartezeit und nachdem uns freiwerdende Parkplätze quasi vor dem Kotflügel weggeschnappt wurden, ergatterten wir endlich einen Platz. 

Wir spazierten den Winterwanderweg Richtung Talstation der Säntisbahn. Immer im Blick die beeindruckende Nordflanke des 2502 m hohen Säntis. Ab und an schlitterten die Kinder auch ein Stück. Leider hatte die Große Fußschmerzen, deshalb kamen wir nur langsam voran. Ich tauchte die Stiefel mit ihr. Hier oben waren wir zuletzt am 1.August. Die Sonne tat gut und es war gar nicht so kalt.
 


















































Als die Sonne unterging, begaben wir uns zum Laternliweg und warteten auf das Aufhängen der Petroleumlampen. Der Weg wurde verlängert und es gibt nun eine weitere Runde bis zum Gasthaus Passhöhe, nach den ersten Hundert Metern in diese Richtung stellte sich aber heraus, dass der sehr vereist war und daher kaum begehbar.

Wir schlugen also die Waldrunde ein und staunten unterwegs nur so über die Besuchermassen. Das war vor sieben Jahren (hui, schon so lange her!) anders. Damals waren wir beinahe alleine unterwegs auf dem Laterliweg. Diesmal war auch dieser Weg immer wieder so vereist, das wir ganz am Rand gehen mussten, um nicht auszurutschen. Im Wald war es rasch dunkel. Unterwegs machten wir eine kleine Pause, tranken vom bereitgestellten heißen süßen Punsch und saßen auf den Schlitten unter dem Sternenzelt. Das war schön romantisch.

Bergab ging es dann leider viel zu rasch zurück zur Talstation und dann im Dunkeln der Straße entlang zu unserem Auto. Über uns die Milchstraße und unzählige Sterne.





















































































Sonntag, 4. August 2019

Happy Birthday Schweiz!





Am 1. August feiert die Schweiz den Rütlischwur, die Gründung der Schweiz. An diesem Tag wünscht sich die ganze Schweiz gutes Wetter für Höhenfeuer-Feste, Feuerwerke und Grillabende und überall hängen Schweizer Fähnli.

Wir beschließen vormittags spontan, ins Appenzellerland zu fahren. Jedes Jahr zur Bundesfeier wird am Säntis, mit 2501m ü. M. der höchste Berg im Alpstein, eine große Flagge aufgehangen. Mit 80 x 80m ist sie die größte Schweizerfahne der Welt. Die wollen uns mal in Natura anschauen.

Montiert wird die Fahne gewöhnlich am 31. Juli in einer Höhe von 400 Metern. Doch dieses Jahr musste das Ausrollen der Fahne am Berg wegen schlechtem Wetter abgebrochen werden und erst am Vormittag des 1. August ist es gelungen, das Schweizerkreuz an der Felswand zu befestigen. In den letzten drei Jahren wurde die Fahne jeweils vom starken Wind zerrissen.

Als wir uns nach 1,5 Stunden Anfahrt am frühen Nachmittag über die Schwägalp-Passhöhe hinaufkurven, können wir die Fahne schon von Weitem sehen.





Zum Glück sind die ersten Besucher schon wieder auf der Rückfahrt und wir bekommen gleich unterhalb der Bergbahnstation einen Parkplatz. Wir schnüren unsere Wanderschuhe fest und los gehts. Schon wenige Schritte vom Hotel entfernt, lassen wir die Menschenmassen hinter uns. Der Weg geht über beweidete Almwiesen und an Sennhütten vorüber.








Es ist etwas über 20C und so wandert es sich relativ leicht den Hügel hinauf zur Chammhalde. Dort legen wir eine Pause im Schatten alter Bäume ein und stärken uns mit freier Sicht auf die Flagge. Der Säntisgipfel ist noch in den Wolken versteckt. Weiter geht es bergab und bergauf durch einen Wald bis wir den sonnigen steilen Hang des Kronbergs erreichen.








Die Kids haben nicht mehr so richtig Lust weiterzuwandern und wir beschließen, es für diesen Tag gut sein zu lassen (schließlich ist dies unser erster Bergausflug in der Saison), und unseren Beinen und Knien nicht zuviel zuzumuten. Gemächlich wandern wir den Weg wieder zurück. 




Nachdem der Wald durchquert ist, haben wir die große Schweizerfahne immer im Blick. An den Sennhütten brummen jetzt laut die Melkmaschinen und Milchkannen werden zur Alpkäserei auf die Schägalp gebracht.
 




An der Talstion der Sänisbahn angekommen, beobachten wir die Bahnen, die nämlich genau über die Fahne schweben. Der Gipfel des Säntis mit dem Mast schaut nun aus den Wolken heraus. Irgendwann möchten wir dort auch hinauffahren.