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Montag, 23. Januar 2017

Ab in die Sonne

Die derzeitige Inversionswetterlage drückt auf die Stimmung und so sind wie am Sonntag raus aus dem Nebel und hoch in die Berge gefahren. 

Aus dem Rheintal geht es hinauf ins Toggenburgische Wildhaus und dort auf 1095m empfängt uns gleißender Sonnenschein und ein wolkenloser knallblauer Himmel. Hach ist das schön!

Vom Dorfkern führt uns eine gut präparierter Winterwanderweg über verschneite Wiesen und Weiden hinauf nach Gamplüt. Die Landschaften im oberen Toggenburg sind weit und offen, lose Wälder und weitverstreute Alphütten prägen das Bild.
Gemächlich steigen wir auf, mit genügend Pausen zum Atemholen, zum Genießen der fantastischen Ausblicke ins Tal und auf die umliegenden Berge und zum Spielen im Schnee.
 




























































Oben auf Gamplüt (1354m) können Fußgänger im Winter abseits des Rummels des Alpinskis auf der Sonnenseite des Toggenburgs die prächtige Aussicht genießen:  Auf der einen Seite türmen sich die mächtigen Zacken der unverkennbaren Churfirsten, auf der anderen Seite zeigt sich mit dem Schafberg der Säntis von einer unbekannten Seite. 

Wir legen auf unseren Schlitten sitzend eine Rast ein und lassen uns u.a. unser Zimt- Zupf- Brot schmecken und trinken warmen Tee. Dann steigen wir noch etwas weiter auf Richtung Alp Fros (1441m), als wir von Schneeverwehungen gebremst werden, kehren wir um.
Auf unseren Schlitten geht es in einer recht rasanten Fahrt über die stellenweise vereisten Wege wieder hinunter ins Tal
  

































































verlinkt bei Astrids Wintersammlung

Mittwoch, 9. September 2015

Auf den Selun und zum Wildmannlisloch

Die majestätischen Churfirsten sind das Wahrzeichen des Toggenburgs. 
Selun, der westlichste der sieben Churfirsten, kann auch schon gut mit Kindern erklommen werden, diese Bergwanderung ist recht ungefährlich und führt trotzdem auf 2204 m ü.M.
   
Wir beginnen in Starkenbach (Alt St. Johann) und legen die ersten 600 Höhenmeter mit einem orginellen Transportmittel, der "Kiste", zurück. Die Selunbahn, eigentlich eine Materialbahn in Form einer stabilen Kiste, wurde gebaut, um den Bauern auf den Seluner Alpen Erleicherung zu verschaffen. Sie ist jedoch so konstruiert, dass sie auch zur Personenbeförderung genutzt werden kann. Bergbauern haben Vorrang vor Touristen. Die Bahn fährt nur zu bestimmten Zeiten, am besten vorher erkundigen. 
Statt also 1,5 Stunden zu Fuß aufzusteigen, schweben wir von Starkenbach/ Säss (906m) in der überdachten Kiste bequem, wenn auch etwas abenteuerlich, über bewaldetete Hänge zur Selunalp hoch. 
  



























Von der Bergstation (1577m) geht es ein kleines Stück ostwärts. Bereits nach wenigen Minuten geht rechts der Weg zum Selun ab.


































Der Aufstieg erfolgt über den nach Norden geneigten und ganz mit Gras bewachsenen breiten Rücken. Die Richtung heißt nur noch Süden, man hat das Ziel (und um die Mittagszeit auch die Sonne) ständig vor Augen. In mäßiger Steigung wandern wir in schmalen ausgewaschenen erdigen Pfaden. Wir beobachten hoch über uns Drachenflieger





Wir erklimmen den Gipfelhang, der sich zum Schluss leicht aufbäumt, als wolle er uns bremsen, denn nach Süden fällt der Selun, wie alle Churfürstengipfel, in steilen Felswänden fast 2000m zum Walensee hin ab.



Durch ein Meer aus blauem Eisenhut steigen wir ein letztes Stück auf bis zum Gipfelkreuz.





































Oben angekommen, atmen wir erstmal durch und genießen das gigantische Panorama. Es eröffnen sich uns Aussichten hinunter zum Walensee, zu den Glarner- und Bündner Berggipfeln sowie auf das ganze Alpsteinmassiv. Auch der Blick zurück ins Toggenburg sowie in Richtung Wil und die Bodenseeregion lässt uns staunen.






























Wir verlassen den Gipfel auf gleicher Route. Der Abstieg folgt auf demselben Weg zurück bis zum Vorder Selun. 
Hier, am östlichen Felsband des Selunrückens befindet sich das Wildenmannlisloch, ein erforschter Höhlengang von prähistorischer Bedeutung.  Mit entsprechender Kleidung und einer Lampe kann die Höhle des sagenumworbenen Wildenmannlisloch auf einer Länge von 125 m entdeckt werden.  

































Mit müden Beinen geht es dann wieder bequem in der offenen Tragkiste hinab nach Starkenbach.




verlinkt bei Mittwochs mag ich


Montag, 24. August 2015

Was, jetzt schon?

Mit Verwunderung haben wir am Wochenende im Toggenburg aus dem Auto heraus beim traditionellen Almabtrieb, auch Viehscheid genannt, zugeschaut. Uns kam es tatsächlich etwas verfrüht vor, aber die kühlen Nächte lassen den Herbst bereits erahnen.