Mittwoch, 30. Januar 2019

Mein neuer 12tel Blick


Auf geht es in ein siebtes Jahr, in dem ich an der tollen Fotoaktion teilnehmen möchte. Der 12tel Blick kurz erklärt: Man wählt einen Standort und macht von da aus jeden Monat ein Foto mit dem gleichem Blickwinkel. Genauer nachzulesen ist das da und wer alles dabei ist, findet ihr dort!

In den letzten Jahren habe ich hier die monatlichen Ausblicke auf einen Baum im Feld (2013), auf die Baulücke (2014), vom neuen Balkon (2015), auf das Seeufer (2016), auf die Frühlingsallee und den Schwanenbrunnen auf der Insel Mainau (2017) und das Strandbad (2018) gezeigt.

In diesem Jahr möchte ich regelmäßig einen weiteren Lieblingsort von mir
besuchen. Das Dingelsdorfer Ried ist ein Naturschutzgebiet und liegt etwas versteckt im Wald auf dem Bodanrück. Ich bin sehr gerne dort und gespannt, wie sich die Natur hier übers Jahr verändern wird.

Hier der Januar-Blick auf den Riedsee im Wintergewand bei Schneefall. Was aussieht wie Eis, ist Schnee. An diesem Tag hatte es so stark geschneit, dass die Wasseroberfläche komplett mit Schnee bedeckt war.
























Dienstag, 29. Januar 2019

Vorfrühlingskranz


Kalt ist es, aber laut des phänologischen Kalenders, der zehn biologisch begründete Jahreszeiten umfasst, leitet das Öffnen der Knospen von Schneeglöckchen und Haselnuss den Vorfrühling ein.

Und weil mich die Sonne (ja, unglaublich!) heute Nachmittag ins Freie gelockt hat, nahm ich nach meinem Spaziergang über die Felder einige kleine gesammelte Haselzweige und wand daraus ohne Draht o.ä. einen einfachen schlichten Kranz. Die Haselnusskätzchen (männliche Blüten) ließ ich natürlich dran, ein paar zeigen bereits eine gelbe Färbung. 

Zu Fasching kann ich den Kranz mit bunten Bändern dann einfach noch etwas aufhübschen.



























gezeigt bei Creadienstag und Gartenglück 


Montag, 28. Januar 2019

Winterwochenende


Am Freitag will die Große eigentlich abreisen zu ihrer neuen Prakikumsstelle nach Köln, aber sie ist krank. Damit verfällt auch ihr Zugticket, was natürlich ärgerlich ist. Ich habe ein Kratzen im Hals und Ohrenschmerzen und lege mich mittags auch nochmal hin. Zuerst telefoniere ich aber rum, um sicherzugehen, dass am Samstag genügend BetreuerInnen für die BUND-Kindergruppe da sind. 

Am Samstag früh geht es mir wieder besser und ich breche um 9:30Uhr auf und fahre zur Grillstelle Ulmisried in der Nähe der Uni. Zum Glück ist es heute etwas über 0Grad. Nach und nach treffen die Kinder (Erst- bis Viertklässler) und BetreuerInnen ein. Als alle da sind, machen wir eine Begrüßungsrunde, bei der jede/r den Namen sagt und was sie/er am Winter besonders mag. Wir begrüßen eine FÖJ-lerin des NABU, die mit uns dann ein paar Schritte zum Ried geht und erklärt, was zu tun ist.

Wie bemerken den federnden Boden, auf dem es sich ein bisschen wie auf einem Trampolin hüpfen lässt. Eine Fläche des Rieds wurde bereits gemäht, dort sollen wir mit Heugabeln die Riedhalme abtragen und auf Planen abtransportieren. Dazu teilen wir drei Gruppen ein, die Kinder sind begeistert dabei. Wir entdecken teilweise zugefrorene Wasserlöcher, die mit einem Stock gekennzeichnet sind und stellen fest, dass die tiefer sind, als die Kinder groß. Die Riedpflege dient dazu, kleinere und seltenere Pflanzen, wie Orchideen und Enziane etwa die Sibirische Schwertlilie zu erhalten und insgesammt der Verbuschung entgegen zu wirken. Ganz gut dargestellt am Beispiel des Wollmatinger Rieds ist das auf dieser Seite.

Ich mache dann gegen Mittag ein Feuer, koche darauf einen "Riedhexenpunsch" und nach und nach kommen Kinder und BetreuerInnen und grillen sich ihre Würstchen. Einige Kinder schlittern auf einer kleinen Eisfläche, bis diese zu tauen beginnt. Nach der Pause wollten wie eigentlich Spiele anbieten, aber die meisten Kinder möchten von sich tatsächlich noch das letzte Stück fertigmachen. Zum Schluss messen wir, welche Gruppe die längste Schlange geschafft hat und machen ein Gruppenfoto. Was ein schöner Draußentag! 

Nach Rauch riechend komme ich nach Hause und lege erstmal die Füße hoch. Der Liebste hat auf meine Bitte hin bereits (obwohl er das sonst nie macht:-) einen Kuchen gebacken und ich backe dann noch Käsekuchen-Muffins und steche vom restlichen Teig Schneekristall-Kekse aus. 














































































Am Sonntag schlafe ich lange, das tut mir sehr gut, und dann gehts rasch weiter an die Vorbereitungen. Wir saugen das Erdgeschoss. Ich verziere Wintermuffins und Kekse und stelle die Schneegestöber-Torte fertig. Ich decke den Tisch mit weißem Geschirr. Statt Tischläufer, verwende ich von den Kids ausgeschnittene Schneekristalle, die ich auf die Mitte des Tisches lege. In verschiedene Einmach- und Marmeladengläser streue ich grobes Salz und stelle weiße Kerzen und Zapfen hinein. Dann binde ein paar Eiskristalle aus Bügelperlen, die wir vor Jahren mal gesteckt haben, an die Gläser.

Zum Kaffee bekommen wir lieben Besuch. Der bringt einen ganzen Korb mit Selbstgemachtem mit, wie toll! Huch und gerade da kommt die Sonne hervor (in letzten Zeit eine Seltenheitserscheinung). Was ein Kontast zu meiner Winterlichen Tischdeko! Kurz darauf beginnt es dann zu regnen. Der Nachmittag vergeht wie im Flug.

Abends baut der Liebste im Keller weiter seine neue Werkbank auf und der kleine Bruder hilft dabei. Und die Große, der es wieder besser geht, bereitet uns zum Nachtessen eine leckeren Bulgursalat zu, von dem sie sich auch etwas auf ihrer Zugfahrt am Montag mitnimmt.  
















































Freitag, 25. Januar 2019

Dieser Moment...


Ein Moment der Woche eingefangen. 
 Ein einfacher oder besonderer Moment, den ich festhalten, genießen und erinnern will.
 





 
Das Auto voll mit langen Haselzweigen, eingesammelt an einem Parkplatz, wo von der Stadt Schnittmaßnahmen durchgeführt wurden. Eine Schatz für uns, um daraus demnächst unseren Sichtschutzzaun im Garten weiterzuflechten. 

Dienstag, 22. Januar 2019

Gänsegrau


Das ist hier am See ein Wetter zum Depressionen bekommen, dieser graue Hochnebel drückt auf die Stimmung. 

Die große Tochter war in den letzten Tagen in Köln zu einem Vorstellungsgespräch. Traumhafte Bilder mit feinstem Himmelsblau und Sonnenschein hat sie uns gezeigt, hach. Einige unserer Bekannten waren am Wochenende in den Bergen in Vorarlberg, denn das ist hier zur Zeit die einzige Möglichkeit, um die Sonne zu sehen.




 
Als der Jüngste heute von der Schule kam, erzählte er von vielen Graugänsen, die er vom Bus aus auf den Wiesen entdeckt habe. Die mussten wir uns dann gleich nochmal zusammen anschauen. Auf der Wiese waren die Hinterlassenschaften der Vögel deutlich zu sehen. Vorsichtig näherten wir uns der großen Gruppe bis auf etwa 50 Meter, sie bemerkten uns gleich und wichen zurück. Ihr schnattern drang zu uns herüber.

Zuhause haben wir dann gleich über Graugänse nachgelesen. Eigentlich sind sie ja Zugvögel, aber inzwischen bleiben sie wohl aber auch das ganze Jahr über hier am Bodensee. Auf den Wiesen ernähren sie sich von Kräutern und kurzen Gräsern. 
































































Samstag, 19. Januar 2019

Wintersonne


Viel zu selten hat sich die Sonne in den letzten Zeit hier am See blicken lassen, stattdessen war der Himmel meist Grau

Nach Farbe lechzend, waren diese Sonnenspiegelungen auf dem Wasser stimmungsaufhellend und einfach schön anzusehen.



Donnerstag, 17. Januar 2019

Frühlingssehnsucht

          
Kaum ist das Weihnachtszeugs weggeräumt, stellt sich bei mir Frühlingssehnsucht ein. Und da spitzel ich dann in den Gärten, ob da nicht schon irgendwo grüne Spitzen und erste vorwitzige Schneeglöckchen hervorschauen. Dass ich damit nicht alleine bin, zeigen mir hier am Blog die vermehrten Aufrufe von Schneeglöckchen aus Filz und aus Papier

Für das Wintergefühl hatte hier ja etwas Schnee gesorgt und eigentlich reicht mir die Kälte. 

Und da, nach einer gefühlten Ewigkeit, in den letzten beiden Tagen die Sonne mal wieder schien, zog es mich auf die Mainau. Bei Temperaturen von 3 C° blieb es ziemlich frisch, aber Sonnenstrahlen, Himmel- und Wasserblau, Fernsicht auf die Berge, Wasservögel, Meisengezwitscher, Winterblüten und die allerersten Frühlingsboten taten der Seele einfach nur gut.

















































































































Sonntag, 13. Januar 2019

St.-Knuts-Tag

Mit Epiphanie, dem Fest der Heiligen Drei Könige, am 6. Januar geht in großen Teilen des Christentums die Weihnachtszeit zu Ende und dauert dreizehn Tage. In Schweden, Norwegen und Finnland dauert die Weihnachtszeit dagegen zwanzig Tage und endet erst am 13. Januar, an dem auch der Taufe Jesus gedacht wird.

An diesem Tag, dem St.-Knuts-Tag, benannt nach Knut IV., König von Dänemark, werden traditionell die Kerzen und der Schmuck von den Weihnachtsbäumen entfernt. Als Höhepunkt werden dabei von den Kindern die übrig gebliebenen Süßigkeiten, mit denen die Bäume verziert waren, geplündert. Anschließend werden die Bäume aus dem Fenster geworfen und entsorgt.

Da unser Baum begonnen hatte zu nadeln, ging es ihm heute auch an den Kragen. Zuerst haben wir von den Resten unseres Weihnachtsgebäckes gegessen und vom Baumschmuck genascht und dabei den Baum zum letzten Mal beleuchtet. Dann haben wir die Krippe unterm Baum abgebaut und ihn abgeschmückt, die Zweige abgeschnitten und den Stamm rausgestellt. 

Da wartet er jetzt auf besseres Wetter. Denn ich habe da noch etwas vor: Christbaumupcling. Vor zwei Jahren ist aus unserem Baum ein Garderobenbaum für den Hausflur geworden. Diesmal wird vielleicht ein Quirl, ein Schlüsselbrett, ein Zwerg oder ein Kartenständer entstehen. Mal sehn. 


Tschüss Weihnachtszeit! 




Samstag, 12. Januar 2019

12 von 12 im Januar


Auch im neuen Jahr möchte ich wieder dabei sein und den 12. eines Monats in 12 Bildern hier am Blog festhalten. Wer noch alles mitmacht, seht ihr in Caros langer Liste!


In der Nacht hat es nochmal ein wenig geschneit. Zum gemütlichen Samstagsfrühstück holt der Liebste Brötchen im Nachbarort. Der Jüngste geht dann gleich mit Nachbarkindern am Hügel rodeln, bevor alles wieder taut und ich drehe eine Walkingrunde um den Ort. Es ist ganz windstill. Zuerst laufe ich am "Dämmle", dem verwaisten Schiffsanlegesteg vorbei.


Dann komme ich an einem der hier absolut seltenen Reetdächer vorüber. Sieht besonders schön aus mit Schnee.


Ich gehe zum Lieblingsstrand. Hier habe ich im letzten Jahr den 12tel Blick aufgenommen. Wie anders es damals im Januar hier aussah, der unterschiedliche Wasserstand ist extrem.


Vor mir waren schon andere da.

 Von den Bäumen tropft es schon, denn es ist über 0°C.

Über die Felder laufe ich dann zurück nach Hause.


Die Große backt dann mit unserem neuen Waffeleisen (Amazon-Partner-Link) Waffeln und ich schlage Sahne und decke den Tisch.

Als auch der Kleine Bruder heimkommt, lassen wir uns die Waffeln mit warmen Himmbeeren und Sahne zum Tee schmecken.



Anschließend fahren wir alle zusammen in die Waldorfschule. Wieder bin ich dort begeistert vom Jahreszeitentisch im Schulflur, Frau Holle, wie schön!



Wir müssen dieses Wochenende das Klassenzimmer (und den angrenzenden Garderobenraum) des Jüngsten putzen. Das geht reihum, alle Eltern kommen mal dran. Tische abwischen, Fußboden saugen, Tassen spülen, Waschbecken säubern, Pflanzen gießen, Handtücher wechseln, Boden nass wischen. Da wir das zum ersten Mal machen und uns nicht gleich zurechtfinden, benötigen wir fast zwei Stunden. 


Nachher wollen wir gleich noch den Großeinkauf für eine Woche erledigen. Gemüse und Frisches bekommen wir über die Grüne Kiste vom Hofgut Rengoldshausen geliefert. Und weil wir keine Lust mehr zum Kochen haben, nehmen wir auf Wunsch der Kids gleich Flammkuchen aus der Tiefkühltruhe mit und bereiten dazu noch einen kleinen Salat zu.

Während es draußen zu stürmen und regnen beginnt, machen wir es uns dann auf dem Sofa vor dem Kamin gemütlich, skypen mit dem Maikind und schauen den Eisbärfilm.(Amazon-Partner-Link). Mit beeindruckenden Aufnahmen führt der Film deutlich vor Augen, wie die Lebensbedingungen der Eisbären durch die Klimaerwärmung bedroht sind. 



Habt einen schönen gemütlichen Sonntag!