Sonntag, 27. Mai 2018

Stürmische Zeiten

Mit Kindern ist man vor Überraschungen nicht gefeit. 

Eine gewisse Unlust und geringes Engagement für die Schule zeichnete sich ja schon länger ab. Aber überrascht hat uns die Entscheidung unserer Mittleren dann doch. Bereits kurz vor Weihnachten, mitten in der 11. Klasse am Gymnasium, hat sie von einem auf den anderen Tag beschlossen, nicht mehr zur Schule zu gehen. Da halfen auch keine Diskussionen und auch kein Gespräche mit den Lehrern. Das ist sehr schade, denn hätte sie das doch nur früher geäußert, dann hätte man über alternative Wege, etwa über G9 oder den Besuch einer Realschule nachdenken können, mit dem sie einen besseren Abschluss hätte erreichen können. Sie war aber absolut stur und auch der Meinung, sie brauche kein Abi, weil sie eine Ausbildung machen will.

In den letzten Monaten hat sie, auch auf unseren Wunsch hin, die Zeit nützlich zu verbringen, ein Praktikum im sozialen Bereich absolviert. Und zwar genau in der Kindertagesstätte, die sie als Kind besucht hat.

Im September möchte sie eine Schauspiel- Ausbildung an einer privaten Schule in Freiburg beginnen und hat sich das jetzt in den Kopf gesetzt und bereits angemeldet.

Hinzu kommt, das sie sich aus ethischen Gründen für eine Vegane Ernährung entschieden hat. Finde ich prinzipiell mutig und toll. Allerdings aß und isst sie kaum Gemüse und kein Obst, deshalb finde ich ihren Entschluss bedenklich. 

So gibt es hier gerade wieder viele viele Diskussionen, auch über andere Dinge. Sie stellt zur Zeit alles in Frage und ist immer Kontra. Puh, ganz schön anstrengend. Da macht man sich als Mutter viele Gedanken und Sorgen.
 

Kommentare:

  1. Liebe Gina, ich weiß gar nicht wie ich antworten soll - verflixt ganz schön schwierig - du hasst ,it deiner Familie wohl alle Diskussionen hinter dir nein sicherlich noch mittendrin-als Eltern ist man geschockt heute mit einem großen Abstand als ich 16 war schmiss ich auch meine Schule und das in dem Jahrgang.... ich wollte eine Schreiner-bzw Maurerlehre machen - ging nicht weil ich ein Mädchen „bin“ - tja ich war so sauer und entschied mich für ein soziales Jahr nach Lechbruck in einem Erholungsheim - diese Zeit möchte ich nie missen - nun gut die Lehre könnte ich danach immer noch nicht machen - ich ging aber meinen Weg. Mein Sohn hat nach seinem Abi auch eine Lehre gemacht und dann erst Studium Architektur und anschließend Lightdesign in Wismar und Stockholm - heute sagt er die Lehre hat ,ihr soviel gegeben möchte ich nicht missen ist selbstständig nimmt Prüfingen der Architekturstudenten an der Uni ab und erzählt immer seinen Weg
    Gina, ich wünsche dir und deiner Familie alle Kraft und ein „nahesein“ deines Kindes schicke dir liebe herzliche Grüße und eine frische Brise von der Nordsee
    Entschuldige wenn Fehler schreibe ungern vom Ipad
    *rena*

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  2. Liebe Gina,
    obwohl ich nicht weiß, ob ich es aus Sicht deiner Tochter gut fände, dass du diese klaren Worte hier langfristig öffentlich machst, möchte ich dir für die Offenheit danken. Für den Mut und dafür, dass du nicht immer nur die heile Welt demonstriert.
    Ja, mit Kindern ist man im ständigen auf und ab. Und es wird nie besser, sondern immer nur anders ;o)
    Dir wünsche ich Kraft und Vertrauen und die nötige Portion Gleichmut.
    Ich drück dich.
    Claudiagruß

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  3. Liebe Gina, ganz schön heftig derzeit bei euch! Ich kann mir ganz gut vorstellen, wie es gerade deinem Mutterherz geht, schliesslich will man das Beste (was auch immer das ist) für sein Kind und trotzdem muss man immer wieder loslassen. Ich denke fest an dich und wünsche dir und deinem Mann viel Kraft und Durchhaltevermögen. Sei lieb gegrüßt, Tanja aus dem Berner Oberland

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  4. Liebe Gina,ich find's toll,dass du von euren stürmischen Zeiten berichtest.Wir hatte auch schon die eine oder andere ;-)
    Die Erfahrung hat uns gezeigt,das beste ist einfach,den Kindern zu vertrauen und immer zu unterstützen.Und sollten sie dann tatsächlich stolpern,da sein und auffangen.Es ist ihr Leben,und das müssen sie selbst planen.Aber natürlich macht man sich Sorgen und nichts ist so schwer,wie loslassen.
    Liebe Grüße und alles Gute,
    Monika

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  5. Liebe Gina,
    das habe ich auch gleich gedacht: echt mutig...eben mal nicht die heile Welt der Familie der Bloggerin...Danke für die Offenheit! Ihr erlebt ja auch alle Facetten des Familienlebens mit Euren unterschiedlichen Kindern.
    Ich wünsche Dir und Euch viel Weisheit und immer offene Gespräche.
    Aber mich bewegte auch die Frage, ob Deine Tochter von dem Post weiß???`
    Also meine Kinder hätten sich da strickt geweigert...

    Herzliche Grüße,
    Birgit

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  6. Strickt? na ja die Dame Birgit hat sich da strikt verstrickt. Ihre Tochter wird ihren Weg gehen, es ist ihr Leben und sie hat nur eins.

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