Mittwoch, 20. Mai 2020

Murano (Venedig Teil 3)


Nach dem Besuch von Burano fuhren wir mit dem Schiff weiter nach Murano. Burano besteht aus sieben Einzelinseln, die durch acht Kanäle voneinander getrennt und durch elf Brücken miteinander verbunden sind. Burano ist weithin bekannt für ihre Glaskunst.




Auf dem Weg durch die Lagune von Venedig passieren wir andere bewohnte auch auch verlassene Inseln. Diese erobert sich die Natur zurück.





Venedig wird als Wiege der mitteleuropäischen Glasherstellung angesehen. Die Glaskunst Venedigs entstand vermutlich bereits zu Zeiten der Römer. Wegen der großen Brandgefahr verlagerte man die Glashütten im 13.Jahrhundert nach Murano. Vor allem diente diese Maßnahme jedoch dazu, das streng gehütete Geheimnis der Glasherstellung zu bewahren. Den innovativen Glasbläsern war es unter Androhung der Todesstrafe verboten, ihr Wissen weiterzugeben. 

Im 15. Jahrhundert wurde die cristallo Methode, kristallklares blasenfreies Glas, bestens geeignet für elegante Weingläser, erfunden sowie das Milchglas, lattimo genannt. Im 17.Jahrhundert begann man  mit der Herstellung von Aventuringlas oder Goldfluss-Glas, in das man Metallflecken einbrannte und beispielsweise für die Schmuckherstellung verwendete. Im 19.Jahrhundert gelangen Neuentwicklungen wie bullicante, Glas mit Luftblasen, sowie sommerso, Buntglas mit einem Schichteffekt.

Wir schlenderten in Murano über Brücken und am Ufer der Kanäle entlang, bewunderten in Schaufenstern ausgestellte Glaskunst und betraten Schauräume, wo man ab und zu einem Glasbläser über die Schulter schauen konnte.

Beim Spaziergang durch Murano fühlten der Liebste und ich mich tatsächlich ein bisschen ins 15.Jahrhundert versetzt, da wir begeistert den Historischen Roman Die Madonna von Murano (Affiliate Link) gelesen hatten, der vom Leben von Sanchia, der Ziehtochter eines Glasmachers auf Murano handelt.














































Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Ich freue mich sehr über Deinen Kommentar! Wenn Du auf meinem Blog kommentierst, werden die von Dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. Deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest Du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google.
Kommentare werden von mir moderiert und es kann deshalb auch mal etwas dauern, bis sie hier erscheinen. Dankeschön!