Mittwoch, 21. März 2018

Frühlingssaison


In Dettingen- Wallhausen, einem Vorort von Konstanz, kann man das ganze Jahr über mit der Schifffahrtsgesellschaft Giess in See stechen. Beinahe im Stundentakt verkehrt Motorschiff Seegold zwischen Wallhausen und Überlingen, die einfache Fahrt dauert 15 Minuten. Diese Verbindung wird neben Touristen und Personen, die ihre Einkäufe auf der anderen Seeseite erledigen, gerade auch von Pendlern genutzt, die dann mit dem Bus den Weg zur Uni oder in die Konstanzer Innenstadt fortsetzten. Ein genialer Weg zur Arbeit, finde ich.
Und da die Bodenseeflotte erst ab Karfreitag wieder über den See fährt, habe ich heute die Saison mit einer Schifffahrt an Bord der Seegold eröffnet.

Ich gehe am Nachmittag zum ersten Mal für dieses Jahr an Bord eines Schiffes und lasse mich gemächlich über den See bringen. Es ist mit 1°C noch recht frisch, weshalb ich mich zu den Pendlern ins warme großzügige Innere des Schiffes begebe. Nachdem ich meinen Fahrschein gekauft habe, muss ich aber doch auf Deck und mir die Seebrise um die Nase wehen lassen und den Ausblick genießen. Ab und an kommt sogar die Sonne zwischen den Wolken hervor.





In Überlingen gehe ich von Bord und habe nun gute zwei Stunden im Touristenstädtchen für mich. Zuerst schlendere ich an der Seepromenade entlang, einige Urlauber sind schon da und sitzen auf den Bänken in der Sonne. Die Osterglocken in den Rabatten gleich am See sind knapp vor der Blüte. Im Badgarten entdecke ich die ersten Tulpen und Krokusse oder was der Schnee von Wochenende von ihnen übriggelassen hat.




Dann stöbere ich in Ruhe im Kinderland und verlasse ihn gut bepackt mit toller Second-Hand-Kleidung. Im Stoffladen bin ich begeistert von der Stoffauswahl und nehme zwei Stöffchen für mein Osterprojekt mir. In der anthroposophischen Buchhandlung Odilia entdecke ich tolle Kinderbücher. 

Ich schlendere zurück zum Hafen, dort bleibt mir noch ein wenig Zeit zum Schauen, dann muss ich an Bord der Seegold gehen. Auf der Rückfahrt kennt der Kassierer mich schon und ich brauche meine Karte nicht mehr vorzuzeigen. Oben an Deck ist es gar nicht mehr so frisch. Die untergehende Sonne taucht Überlingen in ein warmes Licht und lässt es auf dem Wasser funkeln.
Herrlich, so ein Frühlingsausflug.






Dienstag, 20. März 2018

Osterhasentorte




Bereits in eineinhalb Wochen ist Ostern, höchste Zeit also, die Feiertage zu planen. Zu Ostern vor zwei Jahren hatte ich mir eine einfache aber optisch ansprechende Ostertorte überlegt, die super gut ankam. Inspiriert wurde ich von diesem Pin auf Pinterest.

Dazu backe ich einen Rübli- Kuchen nach diesem Rezept. Den Kuchen schneide ich nach dem Erkalten einmal durch. Zwischen die beiden Lagen fülle ich einen Teil des Gusses. Alternativ kann man auch eine gelbe Marmelade verwenden.  

Den Guss bereitete ich aus 250g Mascarpone, 500ml geschlagener Sahne, ca. 200g Puderzucker und etwas Vanilleextrakt (oder Vanillezucker) zu, die ich gut miteinander verrühre.   

Ich bestreiche den Kuchen oben und an den Seiten mit dem Guss und bestreue ihn dann mit etwas kürzer geschittenem Essbarem Ostergras (affiliate link), das ich bei uns im großen Edeka bekomme, und verziere ihn mit hübschen Zuckereiern und einem Schokohasen. 


Sonntag, 18. März 2018

Märzwochenende

Am Samstag geht es mir nach meiner OP eigentlich schon wieder ganz gut. Ich komme ohne Schmerzmittel aus. Ich bin natürlich gehandicapt, weil meine rechte Hand verbunden ist, sie darf auch nicht nass werden, was das Duschen und Hände waschen unmöglich macht, ähm erschwert. Und wenn ich zu viel damit tue, schmerzt sie. So langsam geht es auch wieder mit dem Fotografieren.

Nach dem Frühstück fahre ich mit dem Liebsten und dem kleinen Bruder zur Waldorfschule, da ist nämlich Ostermarkt und zugleich Tag der offenen Türe. Das gibt uns die Möglichkeit, uns alle Klassen anzuschauen und den Jüngsten etwas mit der Schule vertraut zu machen. Er wird dort nämlich ab Montag eine Schnupperwoche verbringen. Es gibt Verkaufsstände mit Gewerkeltem, es sind Materialien und Hefte von Schülern zum Hineinschauen ausgelegt, es sind Ansprechpartner da und natürlich gibt es auch eine Menge zu essen. Und für Kinder gibt es ein breites Angebot über Filzen, Schnitzen, Schmieden, Ostereier bemalen etc.

Der kleine Bruder ist erst etwas muffelig, als er aber etwas gegessen hat und dann mit seinem Papa zusammen einen Haken schmieden darf, steigt seine Laune. Ich hole mir derweil kalte Füße ähm schlendere herum und unterhalte mich mit Bekannten. Nachher essen wir was zusammen und dann möchte der kleine Bruder noch ein Schwert schnitzen. Der Liebste und ich huschen später schnell noch zum Baumarkt rüber, dann holen wir den Jüngsten ab. Zuhause machen wir erstmal ein Feuer im Kamin.































  
In der Nacht zum Sonntag sinkt die Temperatur und es schneit ganz ordentlich. Nach dem späten Frühstück geht der kleine Bruder im Schnee spielen und auch mich zieht es hinaus. Da der Liebste zu tun hat, mache ich alleine einen Spaziergang im Märzschnee. Kaum zu glauben nach Tagen wie diesen. Ich laufe gleich hinterm Haus los übers Feld und strebe den Wald an. Am Hang sind sogar Kinder bei Rodeln. Der Schnee ist auf den Wegen schon wieder getaut und es ist ganz schön matschig. 

Am Waldrand sehe ich Schneeglöckchen aus dem Schnee herausschauen. Zauberhaft sieht das aus. Im Wald ist alles noch schön weiß. Auf dem Rückweg entdecke ich erste sich öffnende Forsythienblüten mit Schnee. Da muss ich natürlich nochmal stehen bleiben, um Fotos zu machen, auch wenn es meine Hand Probleme macht. Über mir kreisen zwei Störche.

Zum Nachmittagstee gibt es Rüblikuchen mit Frischkäse-Topping. Eigentlich sollte es heute ein Frühlingskuchen sein. Meine gefundenen Forsythienzweige sind mittlerweile voll erblüht und ich stelle ein paar kleine Zweige in Vasen auf den Tisch.





















































Freitag, 16. März 2018

Heute

Heute hatte ich meine ambulante Operation des Schnapp Fingers.
 
Der Liebste begleitet mich am Vormittag in die Klinik. Ich muss etwas warten, dann werde ich in einen Raum gebracht, wo ich mich bis auf die Wäsche ausziehe und in ein OP- Hemd schlüpfe. Ich soll dann auf einem bequemen Stuhl sitzen und warten. Da ist friere, bin ich dankbar, dass mir eine Schwester eine vorgewärmte Decke anbietet. Die Zeit zieht sich und irgendwann wird es mir zu dumm und ich hole meinen Reader aus dem Spint und lese.

Nach einer knappen Stunde werde ich endlich abgeholt und in den OP-Raum gebracht. Mein rechter Arm liegt auf einem seitlich an die Liege angestellten Tisch und wird ordentlich mit Hautantiseptikumlösung gewaschen. Ich frage, wann denn der Venöse Zugang gelegt wird und erfahre, dass ich keinen brauche. Umso besser!  

Ein Tuch wird gespannt, um mir den Blick auf die Operation zu versperren. Ich bekomme am Oberarm eine Blutsperre, ähnlich einer Blutdruckmanschette angelegt, mit der die Blutzirkulation künstlich gedrosselt wird. Als erstes wird nun die lokale Betäubung gespritzt, was das Unangenehmste ist. Dann wird ein Schnitt unten am Daumen gemacht und die Engstelle, die Sehnenkapsel (1.Ringband) vollständig gespalten und die Sehnen aus den Verwachsungen befreit. Anschließend werde ich aufgefordert, meinen Daumen zu beugen und es funktioniert. Dann wird genäht und schließlich verbunden.

Endlich hab ich es überstanden und darf mich wieder anziehen. Etwas ungewohnt mit links. Ich warte noch auf den Brief und bekomme Schmerztabletten mit. Jetzt ist die Hand rotbraun und dick verbunden. Am Montag muss ich zur Kontrolle wieder hin. Die Fäden werden erst in 10 Tagen gezogen.


Mittwoch, 14. März 2018

Finderlohn

Am Strand hatte ich einen großen Ast mit Weidenkätzchen entdeckt. Er war wohl beim Sturm abgebrochen. Ich wusste gar nicht, dass dort eine Weide steht. Ein paar Tage bin ich um den Ast herumgeschlichen, dann habe ich mich getraut und ihn "erbeutet".

Gleich vor Ort habe ich einen großen Kranz gewunden. Meine Gartenschere sowie ein kleinen Stück Draht hatte ich dabei, um die erste Rundung zu fixieren, dann habe ich immer weiter kleinere Zweige drumherum gewickelt. Und dabei kleine überstehende Ästchen einfach stehen gelassen.
 
Mein "Finderlohn- Kranz" schmückt nun unsere Haustüre. So ganz schlicht und natürlich und ein bisschen wild gefällt er mir gerade am besten. 



verlinkt beim Creadienstag

Dienstag, 13. März 2018

12 von 12 im März 2018

12. März 2018

Bei einem anstrengenden Basarwochenende, bei dem ich samstags beim Aufbau und sonntags an der Kasse beim Verkauf und anschließend beim Rücksortieren geholfen habe, habe ich mich erkältet. Am Sonntagabend dachte ich noch, ich bekomme Fieber. 

Am Montag schlafe ich lange, dann frühstücke ich erstmal mit dem Liebsten. Es gibt Porridge und schwarzen Tee. Mit einer Hamburgtasse schicke ich gedanklich eine Gruß an unsere Große, die nun seit Samstag für drei Monate in HH ist. Später skype ich mit ihr. Ihr Praktikum beginnt erst am Dienstag und sie ist schon ganz hibbelig.
 


 
Wir haben heute Aprilwetter am Bodensee, Regen und Sonnenschein wechseln sich ab.




 
So richtig fit bin ich heute nicht und versuche mich zu schonen. Den ganzen Tag über trinke ich Tee aus frischem Ingwer mit Zitrone. Außerdem mein heutiger Dauerbegleiter:





 
Während ich dusche, nimmt der Liebste ein Postpaket an. Ich habe mir drei Fototaschen zur Auswahl bestellt. Ich probiere und teste. Meine Entscheidung ist schnell gefallen: Die Crumpler Hobo Kameratasche* gefällt mir optisch am allerbesten. Gerade für Frauen finde ich sie super, da sie wie eine normale sportliche Handtasche aussieht. Sie hat einen herausnehmbaren gepolsterten Kameraeinsatz, da passt meine Spiegelreflexkamera* super mit einem Zweitobjektiv hinein und die Trennwände der Innentasche lassen sich durch einen Klettverschluss verstellen und anpassen. Und es findet sich auch noch Platz für Geldbeutel, Handy, einen Notizblöckchen und anderen Kleinkram. Ich freue mich schon darauf, sie demnächst mitzunehmen.


 
Ich lasse meine gestern zurückgebrachten Basar-Kartons mit den nichtverkauften Sachen erstmal im Hausflur stehen. Aber ein Aufräumen in der Küche muss sein, sonst geht hier nichts weiter. Dann sortiere ich meine Einkäufe vom Basar und stelle die Waschmaschine an. Ich habe insbesondere für den Jüngsten wieder ganz viele tolle Sachen gefunden, z.B. Schwedenfan- T-Shirts, eines von St. Pauli, eins mit Ampelmännchen- Aufdruck aus Berlin oder sogar eines aus Monacco. Außerdem Hosen, Shirts, Jacken und Schuhe, damit ist seine Ausstattung für Frühjahr und Sommer fast komplett. Genial. Ansonsten habe ich DVDs und Kinderbücher gekauft.  




Der kleine Bruder hat am Sonntag an der Kasse als "Helferkid" mitgeholfen, die Klamotten und Spielsachen mit dem Etikett nach oben zurechtzulegen. Dafür hat er einen Getränke- und einen Verzehrgutschein bekommen. Er durfte sich aber auch noch etwas zum Spielen aussuchen, das wir ihm spendiert haben:



   
Ich versorge meine Paprika- Minis. Mit den Tomaten habe ich dieses Jahr Pech mit der Keimbeutel- Methode. Kaum in der Erde sind die Keimblätter verkümmert. Ob es vielleicht an der Anzuchterde liegt?



  
Der Liebste arbeitet heute zum Glück zuhause, weil an der Uni vorlesungsfreie Zeit ist und kann den kleinen Bruder nach dem Mittagessen zur Ergotherapie fahren. Er geht in der Wartezeit mit der Teenietochter zum Optiker eine neue Brille aussuchen. 
Ich mache es mir in der Zeit auf dem Sofa bequem und lese in der neuen Frühlingsausgabe von Hygge.



  
Und freue mich an den ersten leuchtendgelben Blüten der Forsythienzweige, die ich vor einer Woche am Wegesrand aufgehoben hatte.



   
Der kleine Bruder bringt eine Armbrust mit, dass er in seiner Therapiesitzung heute gebaut hat. Er geht dann nochmal los zum Spielen.


 
Abends testen wir einen Spiralschneider* für Gemüse-Spaghetti, der wie ein Spitzer funktioniert, mit einer Zucchini aus. Den hat mir eine Bekannte ausgeliehen. Wir sind begeistert, das Teil ist echt genial. So etwas möchte ich mir für die rasche Zubereitung von Rohkostsalaten jetzt unbedingt auch zulegen.




 
Für ein schnelles Abendessen belegen wir Fertigpizza mit der Zucchini. Der Liebste fährt dann in den Chor, aber ich kann heute leider nicht mit. 
Der kleine Bruder liest mir noch aus seiner Schullektüre Lippels Traum* vor und geht dann zu Bett. Ich bin müde und habe keine Lust mehr zum Bloggen. Ich lese und warte noch auf den Liebsten und gehe dann auch ins Bett.
























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Freitag, 9. März 2018

Freitagsschnipsel

Waschmaschine und Trockner drehen ihre Runden. Die Große packt ihren Koffer für ihre morgige Fahrt nach Hamburg. Heute Nachmittag hat der Liebste uns Torte spendiert, um uns den Abschied etwas zu versüßen. Irgendwie sind wir alle ein bisschen aufgeregt. Und der kleine Bruder hat seiner großen Schwester rasch noch eine Gute Reise- Karte gebastelt.   

Wie geht es uns nach unserem Unfall? Dem kleinen Bruder geht es gut, ihm tut nichts weh und er hat das Erlebnis gut weggesteckt. Die großen blauen Flecken an meinen Beinen sind inzwischen grün geworden. Schlimmer sind aber meine Rippen, die seither überall im Brust- und Rückenbereich schmerzen. Ob das vielleicht eine Art Rippenprellung ist? So richtig zum Erholen komme ich gerade nicht und bei der momentanen Grippewelle möchte ich nicht zum Arzt gehen und wurstel mich so durch.

Ich stecke hier mitten in den Vorbereitungen für den großen Basar. 
Heute Mittag habe ich einige Dinge in der Kita abgeholt, die morgen zum Aufbau in der Halle gebraucht werden. Außerdem steht unser halbes Wohnzimmer voll mit Kartons. Ich sortiere Kinderkleidung und schreibe Etiketten mit meiner Verkäufernummer, der Größe und dem Preis. Dazu verwende ich wasserfeste Stifte (ihr glaubt gar nicht, wie farbig meine Hände am Ende eines Basartages immer aussehen, wenn viele viele Kleidungsstücke durch meine Hände gegangen sind) und Tesa- Krepp. Das hat sich bewährt, denn fest angedrückt hält es prima auf Stoff und lässt sich später wieder rückstandslos entfernen. Einen ganze Kiste mit Klamotten vom kleinen Bruder halte ich hier, die möchte ich mal wieder über Ebay verkaufen, weil es sehr gut erhaltene Markensachen sind.

Seit gestern ist es hier wärmer geworden. Bei Werten um 10°C ist es aber eher bedeckt, heute hat es auch schon ein bisschen geregnet. Mit meinen Naturkindern habe ich gestern einen Storch auf dem Horst sitzend entdeckt. Also eigentlich konnten wir nur seinen Kopf ausmachen. Ob es sich dabei schon um eine brütende Störchin handelt? Wir sind gespannt. Und just heute Abend wurde zum ersten Mal wieder die kleine Straße hinter unserm Wohngebiet, zum Schutz der Kröten, die zum Ried wandern, gesperrt. 



 Habt ein feines Frühlingswochenende!