Mittwoch, 7. Dezember 2016

Ein Mittwoch im Advent

Ich stehe gegen halb acht mit dem kleinen Bruder auf, da sind die Töchter schon aus dem Haus. Heute ist, genau wie in den letzten Tagen, wieder Nebel.
Wir frühstücken mit dem Liebsten, dann machen wir uns fertig und ich gehe mit dem kleinen Bruder zur Schule, denn ich darf (zusammen mit einer anderen Mama) heute seine Klasse zum Kerzenziehen begleiten. 
Nach einer Begrüßung durch die Lehrerin geht die Klasse zur Haltestelle und mit dem Bus fahren wir in die Innenstadt. Der Bus wird ziemlich voll, weil im Nachbarort auch noch eine andere Klasse zusteigt. Ich treffe eine Bekannte, die ich länger nicht gesehen habe und wir tauchen uns aus, bis wir alle aussteigen müssen. 
Die Klasse geht dann ein Stück zu Fuß bis zum Kinderkulturzentrum. Dort werden wir begrüßt und erhalten alle Kittel. Alles ist schon vorbereitet und wir bekommen jeder ein Hölzchen, an dem ein Docht angeknotet ist und ein Läppchen. Nach einer kurzen Erklärung geht es los. Wir tunken den Docht kurz in eines der vielen Wachstöpfe mit verschiedenen Farben, lassen kurz abtropfen, und tunken ihn gleich darauf in einen Wassereimer. Mit dem Läppchen tupfen wir die Wassertropfen ab. Drei Schichten von der gleichen Farbe braucht es mindestens, bevor wir eine andere Farbe wählen sollten. Das Ganze hat fast was Meditatives. 
Als die Kerzen dick genug sind, werden sie mit Unterstützung des Teams noch kunstvoll verziert.

Nach einer kurzen Vesperpause, laufen wir zurück zur Haltestelle. Als der Bus kommt, ist er bereits recht voll, wir Erwachsenen verteilen uns jede mit ein paar Kindern im Bus, so können die Kinder sitzen. 
Der kleine Bruder hat dann noch Schulchor- AG und ich gehe nach Hause.



 
Ich räume die Spülmachine aus und beantworte Mails. Ich mache Fotos von unserem Türkranz aus Lärchenzweigen und schreibe einen Post dazu. 
Da ist schon der kleine Bruder zurück, der noch draußen spielen will, den ich aber reinholen muss. Wir beide essen Reste von gestern und dann muss der kleine Bruder schon wieder los in die Schule zu seiner Hausaufgabenbetreuung. Die Mutter des Freundes holt die Jungs gegen drei dort ab und bringt sie zum Töpferkurs.

Ich beobachte die Sonne, die sich ganz kurz durch den Nebel schafft und deren Strahlen ein interessantes Muster vor dem Wald zaubern.
Ich räume auf, dann lege mich ins Bett, lese ein wenig und nicke sogar kurz ein. Jetzt brauche ich aber eine Kaffee, den trinke ich bei Kerzenschein. Dazu genehmige ich mir zwei Schokoprinten, die ich sehr gerne mag. 
Ich lege mir Konzertkleidung zurecht (Schwarz mit roten Accessoire), dann muss ich auch schon los, die Jungs im Nachbarort abholen. Die Töpferin lobt den kleinen Bruder, dass er zügig und ordentlich gearbeitet hat. Er hat heute eine (Gebäck?)Schale getöpfert und mit Sternen verziert. Sein Freund auch:-) 

Wir bringen seinen Freund nach Hause, dann beginnen wir, Abendessen zu machen. Da kommt das Tochterkind heim und freut sich mit dem kleinen Bruder über Fertig- Pizza und Flammkuchen. Ich muss noch meine vergrößerten Noten sortieren und einheften und meine Mama zurückrufen. Ich ziehe mich rasch um und dann müssen wir auch schon los. Mit dem kleinen Bruder fahre ich in die Stadt und suche länger nach einem Parkplatz.
Nach einem kleinen Fußmarsch kommen wir mit etwas Verspätung in der Kirche an, wo das Weihnachtskonzert des Töchtergymnasiums bereits begonnen hat. Zum Glück ist die Kirche dieses Jahr schön beheizt. Wir lauchen den Darbietungen der Orchester und des Schülerchores. Als ich dann mit meinem Chor singe, merke ich, dass ich die Noten falsch zusammengeheftet habe und ganze Blätter fehlen. Ich singe aus dem Gedächtnis und versuche mir nichts anmerken zu lassen. Wir singen "Gebor`n ist uns Emanuel" von Praetorius, "Breath of Heaven" von Chris Eaton, "Christmas is coming" von Joel Raney und "Rejoice and sing" von John Rutter. Beim Finale mit "Oh du Fröhliche" singen alle Anwesenden mit. Hach, ist das schön, da geht einem das Herz auf.

Mit dem Liebsten und der großen Tochter fahren wir dann heim und, obwohl es spät ist, erwärmen wir uns einen Punch, knabbern Kekse und sitzen alle noch etwas beisammen.
















1 Kommentar:

  1. das war ja wirklich ein ausgefüllter Tag..
    schon fast Stress ;)
    ein Konzert ist auch etwas Feines...
    die Kerzen und die getöpferte Schale sind wirklich toll geworden..
    liebe Grüße
    Rosi

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