Donnerstag, 30. März 2017

Mein 12tel Blick im März

Jeden Monat, zwölfmal im Jahr, mache ich ein Foto von immer genau der gleichen Stelle, meinem Aussichtsplatz. Im Laufe der Monate nehme ich jahreszeitliche Veränderungen wahr und habe am Ende des Jahres eine feine Collage.
 

Anfang März sind die ersten Spaziergänger an der Frühlingsallee zu sehen, unter den Bäumen entlang des Weges sind Krokusse erblüht und das Gras ist kräftiger und grüner geworden. Und unter dem Bäumen hindurch leuchtet der See. 
  
10.März 16:25 Uhr





Auf den Treppen und Mauern beim Schwanenbrunnen sitzen bereits einige Mainau- Besucher in der Sonne, die blauen Netze über den Beeten wurden inzwischen entfernt. Zwischen den Bäumen schaut das Palmenhaus hervor, könnt ihr es entdecken?

10.März 16:30 Uhr


























  



Alle März- Blicke sammelt Tabea heute wieder dort

Mittwoch, 29. März 2017

Anhänger für den Frühlingsstrauß

Für den Frühlings- oder Osterstrauß hat der kleine Bruder schlichte Anhänger  gewerkelt.

  
Das geht ganz einfach und ist schon für kleine Kinderhände geeignet:

Lufttrocknende Modelliermasse (oder Ton, wer eine Möglichkeit zum Brennen hat) etwa 5mm dick ausrollen. Kleine Kinder benötigen dabei Hilfe.

Mit frühlingshaften Ausstecherförmchen (z.B. Schmetterling, Hase, Blume, Vogel) Figuren ausstechen, mit einem Messer abheben und auf ein Backpapier legen. Mit einem Schachlikspieß ein Aufhängeloch einstechen. Trocknen lassen.

Anschließend evtl. mit Speiseöl einpinseln (gibt der Modelliermasse eine sattere Farbe) und einziehen lassen.

Naturbast durch das Loch ziehen und verknoten, fertig ist ein toller Anhänger für den Strauß oder zum Verschenken.
 





























verlinkt bei Creadienstag und Linkyourstuff

Montag, 27. März 2017

Heute


Die Zeit heilt nicht alle Wunden,
sie lehrt uns nur,
mit dem Unbegreiflichen zu leben.

Rainer Maria Rilke


Heute, am 27. März, hätte unsere besondere Tochter Geburtstag gehabt. Dieser Tag ist, genau wie Magdalenas Todestag, der 1. März, auch nach 6 Jahren immer noch ein schwieriger Tag für mich. 

Und da stelle ich mir auch jedesmal die Frage, ob ich alles richtig gemacht habe. Ich grüble und mache mir viele Gedanken.

Wäre alles anders gekommen, wenn ich damals, nichtsahnend ganz zu Beginn der Schwangerschaft, nicht diese Camping- Reise gemacht hätte und nicht von Beutelsuppen, Fertiggerichten und Pop Tarts gelebt hätte, sondern mich gesund ernährt hätte?

Und da ist auch immer noch die Unsicherheit, ob es wohl, mit allen damals nicht absehbaren Konsequenzen, die richtige Entscheidung war, sich in der Schwangerschaft gegen einen Abbruch und für dieses Kind zu entscheiden? Und ihm damit die Möglichkeit zu geben, trotz und mit all seinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, zu leben?  
  
Hätte ich mehr Zeit für dieses Kind gehabt, es vielleicht besser fördern und intensiver begleiten können, wenn ich mir nicht so sehr weitere (gesunde) Kinder gewünscht hätte?
 
Aber es ist, wie es ist, und ich kann die Zeit nicht mehr zurückdrehen. Ich muss mit den Zweifeln, den Erinnerungen und der Trauer weiterleben. 



























Sonntag, 26. März 2017

Frühlingswochenende

Zauberhaftes Frühlingswetter bescherte gute Laune und machte Lust, sich draußen und im Garten aufzuhalten. Es grünt und blüht gerade überall, es scheint, als würde die Natur explodieren,

Ich nutze das Wochenende vor allem dazu, meinen Infekt zu kurieren, lese in der Sonne und schlafe viel.
  
Am Samstag Nachmittag begleite ich mit den beiden anderen Katecheten die Kommunionkinder zu ihrer Erstbeichte. In der Wartezeit beschäftigen wir die Kinder mit Kneten und Mandalas malen, Singen und Musik.
Hinterher feiern wir zusammen ein Versöhnungsfest, mit Limo und Saft, Kuchen und Pizzaschnecken, Spielen und Schokokussschleudern.
 




  
Für Sonntag habe ich einen leckeren Rübli-Kuchen mit Topping gebacken, den wir uns auf der Terrasse schmecken lassen
  
Mit dem Liebsten zusammen mache ich das Grab unserer besonderen Tochter frühlingsfein. Später baue ich im Garten mit dem kleinen Bruder eine ganz einfache Feuerstelle aus vom Feld gesammelten Steinen und Kies. 
  
Abends zünden wir um ersten Mal ein Feuer an und legen später ein paar Würstchen auf einem Rost darüber.  
Später als es dunkel ist, sitzen der Liebste und ich noch eine Weile zusammen am Feuer unterm Sternenhimmel, wir genießen die Frühlingsluft und die Ruhe und ich arbeite weiter an meiner Glutschale.
 






Freitag, 24. März 2017

Das Blumenjahr beginnt- Verlosung von Eintrittskarten für die Insel Mainau

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Heute, am 24. März, beginnt auf der Insel Mainau das Blumenjahr. Bis zum 22. Oktober wird es dort wieder Vieles zu erleben, genießen und entdecken geben.


Mit dem Jahresmotto "(Insel x Palme)² - Zahlenspiel und Farbenplus" zeigen die Mainau-Gärtner den Besuchern der Insel, wie viel Mathematik in der Welt der Pflanzen steckt und welche Rolle Zahlen in der Botanik spielen.


Zu diesem Anlass darf ich hier am Blog 


  5 Eintrittskarten
 
für die Blumeninsel unter meinen LeserInnen verlosen. 




        
Wer eine Freikarte für die Blumeninsel gewinnen möchte, hinterlässt mir hier bis 

Freitag, 31. März 2017, 24Uhr 

einen Kommentar. LeserInnen ohne Blog geben bitte ihre Email mit an!


Viel Glück!


Der Post entstand in Zusammenarbeit mit der Insel Mainau GmbH.


Nachtrag: Die Verlosung ist beendet und die Gewinner wurden benachrichtigt!

Dienstag, 21. März 2017

Bärlauchbutter selber machen


 
Das geht ganz einfach: 

250g Butter weich werden lassen, etwa 25g Bärlauchblätter mit dem Messer kleinschneiden, zusätzlich ca. 5g Bärlauch mit dem Messerstern oder einer Kräutermühle pürieren (muss nicht sein, gibt der Butter aber eine schöne Farbe), alles mit etwas Salz und einem Schuss Zitronensaft im Mixer gut vermengen. Fertig!

Tipp: Bärlauchbutter kann man auch prima portionsweise einfrieren für die kommende Grillsaison! 
  






  
Unser Rezept für leckeren Bärlauch-Pesto findet ihr dort!

verlinkt bei Caros Grünzeug   

Montag, 20. März 2017

Weiterbildung 3. Modul


Tradition ist nicht das Aufbewahren der Asche,
sondern das Weitergeben des Feuers.


Jean Jaures


Am Wochenende fand das dritte Modul meiner Weiterbildung zur Naturpädagogin statt.
Samstags wäre ich eigentlich einer Kindergruppe zugeteilt gewesen, aber ich hatte darauf verzichtet, um mich wenigstens einen Tag lang beim Frühlingsbasar der Grundschule zu engagieren

Am Sonntag früh traf ich mich dann aber mit den anderen TeilnehmerInnen am Waldparkplatz oberhalb von Hegne. Das Thema für diesen Tag lautete "Wildniserlebnis – Leben und Überleben in der Natur".  Das Wissen um die Lebensweise der früheren Jäger und Sammler ist dabei sehr wichtig, die Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Vorfahren spielen eine zentrale Rolle. Damit soll eine Brücke geschlagen werden, zwischen altem Wissen und unserer modernen Zeit.

Wir wurden von Michael und Anja Kühnl von Wildnaturelife begrüßt und nach einer Vorstellungsrunde und einer kurzen Einführung gingen wir in den Wald. Dort probierten wir zusammen aus, wie man aus Ästen, Reisig und Laub eine einfache aber regenfeste Behausung bauen kann

1 - Personen- Hütte

Anschließend trafen wir uns wieder am Picknickplatz und schauten uns einfache Aufbewahrungsgefäße aus Birkenrinde an, wie sie auch beim Ötzi gefunden worden waren. Darin konnte auch die Glut transportiert werden. 

Dann bekamen wir Methoden des Feuermachens gezeigt und durften es selbst ausprobieren: 
Feuereisen + Feuerstein + angekohlter Baumwollstoff
Makasitstein (oder Pyrit) und Feuerstein  + Zunder + Rohrkolbensamen/ Heu

Feuereisen

im Feuer verkohlter Stoff


Zunderschwamm


Rohrkolbensamen

Durch Glutbrennen und anschließendem Schnitzen konnten die TeilnehmerInnen Schalen oder Löffel aus Holz herstellen.






Beispiel einer fertigen Schale
Mittags konnten wir uns über dem Feuer aber auch etwas Grillen und mit von Teilnehmern mitgebrachtem Kräuteraufstrich und Bärlauchbutter lecker zusammen essen. 

Die Referenten zeigten uns auch ihre selbsthergestellten Pfeile und Bogen sowie Speerschleudern. Jede/r TeilnehmerIn durfte dann solch eine Speerschleuder schnitzen und einen Speer dazu herstellen und natürlich ausprobieren.



  
Um zu zeigen, dass Menschen, die die Orientierung verloren hat, meistens im Kreis laufen, durften wir im Selbstversuch mit verbundenen Augen eine Strecke auf einer Wiese gehen.

Später, als manche Teilnehmer an einem Messer mit Feuersteinklinge arbeiteten, erklärte uns Michael die Herstellung von Naturkleber aus Baumharz und Asche und zeigte uns, wie man ihn verwendet.









Steinzeitmesser



  
Ganz schnell ging der Nachmittag zu Ende. Wir machten noch eine Feedback-Runde und Michael stellte uns seine Lieblingsbücher zum Thema vor
Müde und stark nach Rauch riechend, aber mit neuen Ideen und Lust auf mehr, einer angefangenen Schale und einem Löffel aus Holz, einem Steinzeitmesser und einer Speerschleuder im Gepäck fuhr ich nach Hause. 



Hier eine kleine Auswahl an Literatur:

Mit der Wildnis verbunden: Zwölf Wege in die Natur *
Susanne Fischer-Rizzi

Erlebnispädagogik im Wald *  
Hajo und Tobias Bach

Earth Knack: Stone Age Skills for the 21st Century *
Bart und Robin Blankenship

Welches Tier lief denn hier?: Eine spannende Spurensuche *  
Björn Bergenholtz

Wilde Küche: Das grosse Buch vom Kochen am offenen Feuer *
Susanne Fischer-Rizzi

Wie lerne ich Spurenlesen?: Ein praktischer Ratgeber zur Wiederentdeckung einer alten Kunst *
Hans-Jörg Kriebel

Naturstrolche draußen kreativ: Basteln, kochen und werkeln unter blauem Himmel*
Michael Kühnl u.a.

Feuer: Von der Steinzeit bis zum Brennglas *
Andy Müller

Das Outdoor-Handbuch: Schnitzen, Campieren und Werken im Wald * 
Ingemar Nyman/Loic Lecareeux


*Amazon- Partner- Link

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