Freitag, 19. Mai 2017

Tschüss Tamoxifen oder Eine schwierige Entscheidung

 
Im Mai vor fünf Jahren habe ich, nach Abschluss von Chemotherapie und Bestrahlung, auf Rat der Ärzte mit der täglichen Einnahme des Anithormons Tamoxifen begonnen. 
 
Nach einer Thrombose im Bein, musste ich seit einem Jahr zusätzlich zu Tamoxifen den Blutverdünner Xarelto nehmen, um die Gefahr einer erneuten Thrömbose zu reduzieren. 

Inzwischen wird den Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs sogar empfohlen, das Antihormontharapie besser zehn Jahre einzunehmen oder aber auf einen Aromatasehemmer umzustellen. 

Wollte ich das Tamoxifen weitere fünf Jahre einnehmen, müsste ich als Thromboseprofilaxe auch weiterhin ein Mittel zur Blutverdünnung nehmen, was auch nicht ohne Risiko ist.

Ich habe nun nach den fünf Jahren aber keine Lust mehr auf weiteres Pillenschlucken. Und ich habe ziemlichen Respekt vor den Nebenwirkungen der Aromatasehemmer, wie etwa Gelenk- und Muskelschmerzen und fühle mich für diese Mittel einfach noch zu jung. Ich möchte nun endlich mal wieder ohne Medikamente und Nebenwirkungen leben.  

So stand ich in der letzten Zeit vor einer schwierigen Entscheidung. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird und ob sich noch irgendwo Krebszellen befinden. Durch die Antihormontherapie hatte ich einen gewissen Schutz.

Ich habe mich nun entschieden, mit der Behandlung aufzuhören. Meine Gynäkologin versteht mich und unterstützt mich in meinem Entschluss.

Was die Ärzte im Brustzentrum mir empfehlen würden, kann ich mir schon denken, ich werde es demnächst erfahren. 


Heute habe ich meine letzte Tablette geschluckt. Tschüss Tamoxifen!

Kommentare:

  1. Eine sehr schwere Entscheidung. Ich drueck Dir die Daumen.
    Gruss
    Dagmar

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  2. Alles, alles Gute!
    ❤️ lichst
    Astrid

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  3. Uff! Liebe Gina, ich kann mir beim besten Willen kein Urteil über Deine Situation erlauben. Manche Dinge weiß man wahrscheinlich besser, wenn man inmitten der Situation steckt. Ich wünsche Dir alles alles Gute.

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  4. Hallo liebe Gina,
    darf ich dich mal fragen, ob durch die Einnahme der Tabletten auch dein Geschmackssinn beeinträchtigt ist?
    Ich kenne jemanden, der das Medikament ebenfalls nehmen muss, sich sehr beeinträchtigt fühlt und nun bereits nach einem Jahr überlegt, es abzusetzen... (Ihre Ärztin rät zur weiteren Einnahme.)
    Ich drücke dir fest die Daumen, dass der CA nicht zurückkehrt!!!
    Alles Gute für dich!
    Herzlicher
    Claudiagruß

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    1. Liebe Claudia,
      mein Geschmackssinn war zum Glück nicht beeinträchtigt! Von der Chemo weiß ich aber was das (in dem Fall der komplette Verlust) bedeutet und kann deine Bekannte gut verstehen! Die Freude am Essen trägt sehr zur Lebensqualität bei, finde ich.
      LG Gina

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  5. Du hast die richtige Entscheidung getroffen. Einfach weil es deine ist. Es ist dein Weg, also ist er richtig.

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  6. eine schwere Entscheidung. Ich wünsche dir viel Glück.
    LG susa

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  7. Liebe Gina, ich kann Deine Entscheidung gut verstehen und sie ist richtig, weil sie für Dich stimmig ist. Alles Gute auf Deinem Weg mit dieser Entscheidung.

    Liebe Grüße
    Nula

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  8. Liebe Gina,
    ich wünsche dir auch alles Gute!
    Ganz liebe Grüße
    Melanie

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  9. du wirst deinen weg schaffen, denn du gehen wirst. alle kraft und liebe sind an deiner seite. mach weiter und hör in dich hinein.
    herzlichst eve

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  10. Wow! Ich bin gespannt, wie es dir ohne das Tam geht. Berichte doch bitte mal! Ich gehöre auch zu den Kandidaten, die es 10 Jahre nehmen sollen. Nur bei Kinderwunsch soll ich es aussetzen. Ich trau mich jedoch nicht es wegen der Nebenwirkungen abzusetzen.
    Ich wünsche dir alles Gute!

    LG

    Simone

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  11. Wow - eine mutige Entscheidung!
    Ich kenne mich damit überhaupt nicht aus.
    Aber du wirst schon wissen, was wichtig für dich ist.
    Und so wird es dann auch richtig sein.

    Alles Gute für dich!

    Biene

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  12. Liebe Gina,
    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute! Ich weiß nicht, ob ich den Mut zu dieser Entscheidung gehabt hätte.
    Alles Liebe Babsy

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