Donnerstag, 25. Oktober 2018

Kürbisfratzen




































Bei traumhaftem Wetter haben vier Kinder aus meinem Naturkurs (1. bis 4.Klasse) heute ihren eigenen gruseligen Gesellen geschnitzt. 1,5 Stunden waren sie emsig und mit Ausdauer beschäftigt. Die Kürbisse, ganz ungewohnt in Gelb, hatten wir vom Fuchshof spendiert bekommen.

Wie wir das bisher gemacht haben, hatte ich dort schonmal gezeigt. Heute hat jedes Kind Augen, Nase und Mund mit einer etwas anderen Methode ausgeschnitzt. Das hat sich zufällig so ergeben und ich habe gleich mal Fotos gemacht, voilà: 
(Die Schnitzvorlagen sind übrigens von dort.)


Selbst aufgemalt (Kuli) und dann mit der kleinen Säge ausgehobelt.




Frei aufgezeichnet und mit dem Messer (mit Hilfe) ausgeschnitten.



Motivvorlage komplett auf den Kürbis aufgeklebt, mit dem kleinen Piekser in kurzen Abständen an den Linien entlang Löcher gestochen und dann ausgesägt.





Negativschablone ausgeschnitten, Teile mit Klebestift am Kürbis fixiert, daran entlanggestochen und anschließend ausgesägt.
  


verlinkt bei Naturdonnerstag

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Omas Apfelkuchen


Dieses Jahr haben wir wieder eine große Ernte von unserem Patenbaum. Klar, dass es hier jedes Wochenende einen Apfelkuchen gibt, entweder ganz klassisch, als englischen Apple Pie, in Form von Apfel-Zimt-Muffins oder schnellgemacht als Applecrumble.

Beliebt ist hier auch Omas Apfelkuchen. Er besticht durch die geniale Kombination von Boskoop-Äpfeln mit Aprikosen-Marmelade. Das Rezept habe ich mal von meiner Schwiegermama bekommen.


Zutaten für den Teig: (Springform 26cm)
250g weiche Butter
150g Zucker
abgeriebene Zitronenschale
4 Eier 
250g Mehl
2 TL Backpulver 

Zutaten für den Belag:
ca. 1kg säuerliche Äpfel
100g gehobelte Mandeln
6 EL Aprikosenmarmelade

Zubereitung:
Die Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden (wir verwenden dazu eine praktische Apfelschälmaschine (Amazon-Partner-Link), mit der die Äpfel gleichzeitig geschält, in Scheiben geschnitten und entkernt werden). 
Die Butter mit dem Zucker schaumig rühren und ein EL Mehl dazugeben. Nach und nach die Eier unterrühren und die abgeriebene Zitronenschale zufügen. Dann das übrige Mehl mit dem Backpulver mischen und unter den Teil rühren.
Die Hälfte der Masse in die einfettete Springform füllen. Die Apfelstücke dicht auf den Teig legen, bis die ganze Oberfläche bedeckt ist. Dann den restlichen Teig darübergeben und mit einem Teigschaber glattstreichen.
Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 160° Umluft mindestens 45 Min. backen. Bei Bedarf noch weitere 5 Min. bei Unterhitze.
Die gehobelten Mandeln in der Pfanne rösten. Die Aprikosenmarmelade einmal kurz aufkochen, heiß auf den warmen Kuchen streichen und sofort mit den Mandelblättchen bestreuen. 

Guten Appetit!
 

Montag, 22. Oktober 2018

Oktoberwochenende


Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke
 

Mit diesem vorgetragenen Gedicht beginnt die Quartalsfeier an der Waldorfschule, die wir am Samstag besuchen. 

Da es unsere erste ist, sind wir sehr gespannt, was uns erwartet. Ich hatte eigentlich an dem Tag an einem Outdoor-Erste-Hilfe-Kurs teilnehmen wollen, der aber leider wegen Krankheit der Kursleiters ausfallen musste. So kann ich den kleinen Bruder und den Liebsten zur Feier begleiten. Vor allen versammelten Familien trägt jede der sieben Klassen etwas vor: ein Lied, ein Flötenstück, einen Tanz, ein Gedicht, einen spanischen Vers, eine Akrobatik... 

Nachher sind alle eingeladen, sich am bunten von den LehrerInnen spendierten Kuchenbüfett zu bedienen. Wir lassen es uns schmecken und unterhalten uns mit der Lehrerin des Jüngsten und den anderen Eltern.


Die Sonne tut sich etwas schwer, kommt aber gegen Mittag durch den Hochnebel. Ich lege mich zuhause erstmal hin, ich bin doch etwas müde und angeschlagen.

Nachmittags fahren wir mit den Rädern durch den Wald zum Ried. Jetzt im Herbst ist es dort besonders schön. Es ist absolut still und nicht mal Enten sind zu sehen. Auffällig niedrig ist der Wasserstand. Wir umrunden das ganze Ried und halten Ausschau nach Biberspuren, entdecken aber nichts. Hach, ich liebe diesen würzigen Herbstgeruch im Wald.
Auf dem Rückweg sammle ich am Waldrand nochmal Walnüsse unter dem Laub der Bäume und vor allem ernte ich nun die Schlehen, die ich dann gleich einfriere. Abends befeuert der Liebste den Schwedenofen, ich kann gar nicht genug Wärme bekommen.









Auch der Sonntag ist wieder schön sonnig. Ich werkle im Garten und lese im Strandkorb. Nachmittags macht der kleine Bruder auf seinem "neuen" beim Basar erstandenen Fahrrad mit dem Liebsten eine Radtour.  
Ich fahre nochmal zur Insel Mainau, denn heute ist der letzte Tag der Blumensaison und ich möchte mir nochmal die Dalien anschauen. In Kombination mit dem bunten Laub der Bäume sehen sie richtig toll aus. Ich schwelge in Farben, dann steige ich auf zur Kastanienallee und sammle noch ein paar Maronis, bevor ich mich auf den Rückweg mache. Abends kochen wir uns eine leckere Kürbissuppe und bereiten uns im Backfach des Schwedenofens feine Maonis zu.  

Nachher schauen wir zusammen in der Mediathek den ersten Teil der Terra X - Dokumentation "Zugvögel- Kundschafter in fernen Welten" an. Mit wunderschönen Luftbildern werden Zugvögel auf ihrer gefährlichen Reise etwa vom Bodensee bis nach Afrika begleitet. Mit Hilfe von kleinen GPS-Sendern werden Daten wie Flughöhe und -geschwindigkeit, Luftwiderstand und Energieverbrauch erfasst und durch die Wissenschaftler des MaxPlack Institutes in Radolfzell ausgewertet, um u.a. dem Geheimnis, wie Vögel navigieren näherzukommen. Absolut sehenswert! 



















































































Samstag, 20. Oktober 2018

Herbsthimmel


In liebgewonnener Tradition hier heute Himmelsaufnahmen aus der Woche... Die Raumfee sammelt leider keine Himmelsblicke mehr, was mich aber nicht davon abhält, hin und wieder weiterhin schöne Stimmungen einzufangen.




Freitag, 19. Oktober 2018

Dieser Moment...


Ein Foto, keine Worte, ein Moment der Woche eingefangen.
Ein einfacher oder besonderer Moment, den ich festhalten, genießen und erinnern will.

Am Mainau-Spielplatz


Donnerstag, 18. Oktober 2018

Landart


Mit den Kindern meiner Naturgruppe habe ich das geniale Herbstwetter heute nochmal am See ausgekostet. Wir haben gespielt, Muscheln am weiten Strand gesammelt und ein bisschen Landart ausprobiert.



verlinkt bei Naturdonnerstag und Grünzeug
 

Dienstag, 16. Oktober 2018

Im Appenzellerland


Am Sonntag waren wir endlich wieder einmal in den Schweizer Bergen. Viel zu lange ist unser letzter Besuch her und ich war schon ganz hibbelig.

Hinter Brülisau kurven wir einen Berg hinauf, auf dem Bergrücken thront Schwellbrunn. Die höchstgelegene Gemeinde im Kanton Appenzell Ausserrhoden liegt auf 972 Metern.

Vom Parkplatz Halden (wo am Starthüsli Lösungsblätter und Wegkarten für den Familien-Rätselweg erhältlich sind) beginnen wir unsere Wanderung. Wir steigen einen Hang aufwärts und können von oben schön die einmalige Silhouette des Ortes sehen. Ein paar Meter weiter kommt der Alpstein-Gebirge mit dem Säntis in Sicht.
  
Wir hören Kuhglockengeläut, die Sonne wärmt uns und es duftet nach Heu. Durch den herbstlichen Wald gelangen wir zu einem Aussichtspunkt und legen eine erste Rast ein. Wir stärken uns und lassen den Blick schweifen über die sanfte Appenzeller-Landschaft mit den grünen Wiesen, kleinen Wäldern und verstreut liegenden Bauernhöfen.

Über Almwiesen und Kuhweiden wandern wir auf den Sitz. Wir haben leider keine gute Fernsicht, bei klarem Wetter sieht man dort die Zentralschweizer Alpen so gut wie den Bodensee, die Schwäbische Alb und die Vorarlberger Berge.

Die Route folgt dann dem Höhenzug, sodass keine großen An- und Abstiege bewältigt werden müssen. Hier verläuft auch die Via Jacobi, der Schweizer Jakobsweg. Wir passieren Landscheidi und Arnig, dann steigen wir hinab ins Dorf Schönengrund, wo wir ganz knapp den Postbus erwischen. Aus unserem Wanderführer haben wir eine falsche Info und müssen deshalb erst nach Herisau, um von dort mit einem anderen Bus zurück nach Schwellbrunn zu gelangen.

Schön war´s trotzdem und beim nächsten Mal werden wir mal den Rätselweg ausprobieren.