Mittwoch, 4. Februar 2015

Betroffen

Bücher die sich mit dem Thema Krebs befassen gibt es viele. Verfilmt wurden zum Beispiel "Heute bin ich blond", (läuft ab heute bei Arte) "Beim Leben meiner Schwester""Die Frau, die sich traut", "Das Schicksal ist ein mieser Verräter", "Joanna" oder ganz neu "Farewell to Hollywood". 
Es sind tolle Filme, die sehenswert sind und auf ganz unterschiedliche Weise ein Thema angehen, das in der Öffentlichkeit oft verdrängt und unter den Teppich gekehrt wird. 
Ich selbst tue mich mit diesen Filmen immer noch schwer. Ich bin einfach (noch) nicht in der Lage, mir solch einen Film mit einem gewissen Abstand zu betrachten. Ich ziehe sofort Parallelen zu meiner eigenen Geschichte und so wird ganz schnell Verdrängtes wieder hervorgeholt, Ängste sind wieder voll da, besonders die Angst, meine Kinder nicht mehr aufwachsen zu sehen und all das.
Nichtsdestotrotz möchte ich euch diese Filme empfehlen und ans Herz legen.

Meine Perücke in 2012

Kommentare:

  1. Liebe Gina, fühl´ dich lieb umarmt von Heike.

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  2. Ich habe mehrere sehr enge Freunde durch Krebs verloren und zwei von ihnen bis zum Ende begleitet. Ich kann Ihre Angst verstehen, muß aber gestehen je unverkrampfter und offener mit dem Thema umgegangen wird je besser ist es. Ich hatte nie Berührungs- und Gesprächsängste und habe als ganz junge Studentin 1995 einen Freund an Aids verloren. Alle hatten sich abgewendet und ich konnte schon damals nicht begreifen wieso. Sie sind eine starke, positive Person, ich bewundere was Sie so an einem Tag über die Bühne bringen. Bravo! Alles Gute für Sie.
    LG Marietta

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  3. Liebe Gina, ich kann dich gut verstehen. Auch wenn ich bislang nicht betroffen war, kann ich mir solche Filme nicht gut ansehen. Liebe Grüße.

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  4. Liebe Gina, auf Deinen Tipp hin habe ich mir den Film gerade angeschaut ... ein wundervoller Film ... und auch wenn mir durchaus bewusst ist, dass nicht alles immer ein Happy End hat, hoffe ich, dass es viele Betroffene gibt, die sich dem Kampf mit soviel Mut und Furchtlosigkeit stellen, und dann auch gewinnen....

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  5. "...besonders die Angst, meine Kinder nicht mehr aufwachsen zu sehen und all das..."
    - nach der Sorge um die Unversehrtheit der Kinder ist das wohl die schlimmste Vorstellung für Eltern. Du hast das besonders konkret und hautnah erleben müssen. Deshalb hast du es aber vielleicht auch nicht so nötig wie andere, Filme zum Thema anzuschauen. Du kennst deine eigene Geschichte, du musst dir nicht noch andere aufbürden. Ich denke, solche Filme sind vor allem wertvoll für Menschen, die als Angehörige oder Freunde betroffen sind.
    Ganz herzliche Grüße,
    Brigitte

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  6. Meine Perücke ist schon von 2010, sieht ganz ähnlich aus und liegt in meinem Nachttisch... Auch nach fast fünf Jahren kann ich solche Filme nur schwer anschauen, denn genau wie bei Dir ist immer noch diese Gedanken "Werde ich M.'s Einschulung erleben? Werde ich K.'s Konfirmation vorbereiten können?" usw. sehr präsent.
    Ein einziges Buch zum Thema Krebs habe ich gelesen "Ich weiß, dass Gottes Plan perfekt ist" von Eva-Maria und Johannes Holmer. Genau genommen, habe ich damals noch aktuell das Online-Tagebuch ihrer krebskranken Tochter gelesen, da wir Lydia kannten und ihre bewegende Geschichte näher miterlebten. Es gab Tage, da konnte ich auch ihre Berichte nicht verkraften, aber meistens gaben mir gerade ihre Texte sehr viel Kraft.

    Viele liebe Grüße,
    Karen

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  7. Heute bin ich blond ist kein schlechter Film, aber für mich trotzdem ein wenig von der Realität entfernt. Selbst wenn alles auf einer wahren Geschichte beruht. Schickes Milieu , 9 Perücken, wer kann sich so was schon leisten . Ich war viel mehr erschüttert von "Halt auf freier Strecke" , der für mich das Alltägliche der Krankheit erzählte.
    Ihnen wünsche ich alles Liebe und lassen Sie sich nicht unterkriegen. Positives Denken spielt glaube ich eine entscheidende Rolle und Sie scheinen eine tolle Familie zu haben.
    Liebe Gedanken Anouk

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  8. Liebe Gina,
    die Angst das der Krebs wieder ausbricht geht wohl nie ganz weg, ich finde gut das du positv im Jetzt und Hier lebst, das ist meiner Meinung die beste Kampfansage gegen diese Krankheit. Genies dein neues Haus, deine Kinder und dein Leben. Was noch kommt können wir sowieso nicht ändern. Ich bewundere dich sehr wie du dein Leben mit allen Höhen und Tiefen meisters und wünsche dir von Herzen alles Gute
    Alexandra

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  9. Liebe Gina,
    ich als Brustkrebserkrankte kann dich hier sehr gut verstehen. Irgendwo habe ich mal den Satz gelesen "Die Angst ist der Preis fürs Überleben". Da ist für mich viel Wahres dran. Der Preis ist manchmal hoch, aber ich zahle ihn liebend gerne! Filme mit dieser Thematik kann ich auch noch nicht schauen. Aber ich nehme es mir vor - in 10 Jahren!

    Herzliche Grüße

    Simone

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  10. Liebe Gina,
    bin sehr betroffen von deinen Zeilen, will das jetzt aber einfach nur gesagt haben und schaue mir jetzt gleich den Film auf Arte an!
    Drück dich ganz fest
    Wolke

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  11. Es würgt mir das Herz ab, wenn Kinder sterben. Auch in Filmen. Ich bin da viel zu nahe dran. Sowas lässt sich auch nicht vom Kopf aus steuern. Es passiert einfach. Ich kann total verstehen, dass du Filme mit dem Thema Krebst nicht schauen kannst und möchtest. Das ist schon richtig so. liebe Grüsse von Regula

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