Freitag, 30. Juni 2017

Halbzeit: Mein 12tel Blick im Juni

Jeden Monat, zwölfmal im Jahr, mache ich ein Foto von immer genau der gleichen Stelle, meinem Aussichtsplatz. Im Laufe der Monate nehme ich jahreszeitliche Veränderungen wahr und habe am Ende des Jahres eine feine Collage.


Es grünt so grün, endlich tragen alle Bäume in der Frühlingsallee Blätter. Die Tulpen sind verschwunden, bei genauerem Hinschauen entdecke ich einzelne übriggebliebene Stiele. Die Wiese wurde gemäht. 

23. Juni 13Uhr 30°C



















Die Rabatten rund um den Schwanenbrunnen wurden komplett neu bepflanzt. Der Sommerflor ist wieder in Gelb gehalten, mit einzelnen blaulila Bändern. Eine größere Pflanze im Beet versperrt nun den Blick auf die Schwäne.
Mit meiner Aufnahme muss ich warten, bis eine englischsprachige Führung weiter geht.
Alle Büsche und Bäume sind nun belaubt, rechts im Bild wurde ein großer Pflanzkübel aufgestellt. Hinten steht ein kleines Auto, denn dort sind Gärtner beschäftigt mit Gießen. 
Beim Blick durch die Lücke in der Bildmitte, fällt auf, dass das Glasdach des Palmenhauses fehlt, das wurde nämlich über die Sommermonate zu Wartungszwecken abgebaut. Schaut mal hier, wie es jetzt aussieht. 

23. Juni 12:50Uhr 30°C
































Alle Blicke vom Juni sammelt Tabea!

Donnerstag, 29. Juni 2017

Weiterbildung 6. Modul

 "... » Wenn der Schlüssel nur paßt!« dachte er, »es sind gewiß kostbare Sachen in dem Kästchen.« Er suchte, aber es war kein Schlüsselloch da, endlich entdeckte er eins, aber so klein, daß man es kaum sehen konnte. Er probierte und der Schlüssel paßte glücklich. Da drehte er einmal herum, und nun müssen wir warten, bis er vollends aufgeschlossen und den Deckel aufgemacht hat, dann werden wir erfahren, was für wunderbare Sachen in dem Kästchen lagen."


Am Sonntag fand mit einem Wiesenerlebnistag das nächste Modul meiner Weiterbildung statt.

Morgens regnet es noch, aber als wir uns um 9:30 auf einer Streuobstwiese bei Nenzingen treffen, scheint schon wieder die Sonne. Zum Glück wird der Tag nicht so heiß. 

Wir werden von der Referentin und Naturpädagogin Waltraud Kostmann, herzlich begrüßt und hören zunächst als Einstimmung die Geschichte Vom goldenen Schlüssel und bekommen allgemeine Infos zum Thema. 

Die Streuobstwiese prägt die Landschaft des Bodensees und Hegaus. Sie ist gefährdet und unbedingt schützenswert, denn sie ist Lebensraum für eine große Artenvielfalt, dort finden sich ca. 1000 Tierarten z.B. etwa 200 Wildbienenarten. Die Streuobstwiese bietet auch Heimat für Tiere, die ursprünglich vom Waldrand kommen, wie Hase, Fuchs und Fledermaus. Die Wiesenpflanzen ziehen Tiere an, die auf dem Acker keinen Lebensraum mehr finden, etwa Heuschrecken, Mäuse und Ameisen. Solch eine Streuobstwiese bindet CO2 auf 2 Stockwerken und ist Genbank für alte Sorten.

Zuerst spielen wir "Ankommen am Garderobenbaum" – in Stille und einzeln dürfen wir uns unter einen Baum legen, mit allen Sinnen die Umgebung aufnehmen und entspannen. Dann schauen wir uns an, welche Tiere in den einzelnen Stockwerke des Baumes leben.

Mittags sitzen wir im Schatten eines alten Baumes und teilen Mitgebrachtes.

Mit vielen Spielen, die alle sehr gut mit Kindergruppen umsetzbar sind, vergeht der Tag erstaunlich schnell. Wir erkunden die Streuobstwiese auf unterschiedliche Arten, z.B. suchen wir Tierspuren, untersuchen eine Stück Wiese genauer, ziehen den längsten Grashalm und bestimmen Gräser, suchen ein gleiches Blatt, machen eine akustische Partnersuche, spielen und raten wir Vogelnamen, spielen wir den Nestbau nach, machen wir eine Fotosynthese-Staffel, ertasten wir einen Baum mit verschlossenen Augen und finden ihn später wieder, ermitteln wir das Alter eines Baumes ...
 
Nach einer Reflektionsrunde ist gegen 17Uhr Ende. Müde aber mit vielen neuen Ideen fahren wir nach Hause.

"Ankommen am Garderobenbaum"
Tierspuren suchen






Leben im Quadrat



























Diashow





Grashalmziehen


Nestbau


Baumtastspiel




Äpfel ertasten








   
Empfehlenswerte Literatur:
 

Dienstag, 27. Juni 2017

Ein schöner Tag

Am 21. Juni, am Tag der Sommersonnenwende, war mein Geburtstag.

kalendarische oder auch astronomische Sommer beginnt am längsten Tag des Jahres, dem Tag der Sommersonnenwende. Das ist z.B. im Jahr 2017 der 21. Juni. Genau um 06:24 Uhr steht die Sonne an ihrem nördlichsten Punkt, am nördlichen Wendekreis, im Zenit ( genau senkrecht darüber). Dann wandert die Sonne langsam wieder zurück zum Äq
(mehr dazu bei www.wetter.de)
kalendarische oder auch astronomische Sommer beginnt am längsten Tag des Jahres, dem Tag der Sommersonnenwende. Das ist z.B. im Jahr 2017 der 21. Juni. Genau um 06:24 Uhr steht die Sonne an ihrem nördlichsten Punkt, am nördlichen Wendekreis, im Zenit ( genau senkrecht darüber). Dann wandert die Sonne langsam wieder zurück zum Äq
(mehr dazu bei www.wetter.de)
Der kalendarische oder auch astronomische Sommer beginnt am längsten Tag des Jahres, dem Tag der Sommersonnenwende. Das ist z.B. im Jahr 2017 der 21. Juni. Genau um 06:24 Uhr steht die Sonne an ihrem nördlichsten Punkt, am nördlichen Wendekreis, im Zenit ( genau senkrecht darüber). Dann wandert die Sonne langsam wieder zurück zum Äquator, den sie zum kalendarischen Herbstanfang erreicht. Wendekreis und Äquator sind knapp 2609 Kilometer entfernt.
(Quelle: www.wetter.de)
Der kalendarische oder auch astronomische Sommer beginnt am längsten Tag des Jahres, dem Tag der Sommersonnenwende. Das ist z.B. im Jahr 2017 der 21. Juni. Genau um 06:24 Uhr steht die Sonne an ihrem nördlichsten Punkt, am nördlichen Wendekreis, im Zen
(Quelle: www.wetter.dewar mein Geburtstag.
Der Liebste hat sich den Tag freigenommen und mir einen tollen Ausflug geschenkt. Und die große Tochter war daheim und hat sich am Nachmittag um den kleinen Bruder gekümmert. So haben wir beide einen richtig tollen Tag zusammen verbracht. Es war zwar heiß, aber Dank Klimaanlage im Auto und kleinen Erfrischungen unterwegs gut auszuhalten.

Schon die Überfahrt über den See mit der Autofähre war wieder mal ein Erlebnis. Zuerst fuhren wir dann nach Wasserburg und parkten beim Bahnhof. Dort schlugen wir, immer den Schatten suchend, den Weg Richtung Wasser ein und liefen am Seeweg entlang zum Steg der Anlegestelle. Von dort hat man einen schönen Blick auf die Halbinsel mit Burg und Georgskirche aber auch auf das gegenüberliegende Schweizerische und Österreichische Ufer und erkennt in der Ferne bereits ein Stück von der Insel Lindau.
Ein wunderschönes Eckchen zum Verweilen und Entspannen am Wasser.

Wir kühlten uns dort im See die Beine und genehmigten uns dann einen Eisbecher unter dem Sonnenschirm auf der Seeterrasse des Burghotels. Nachdem wir einen Blick in die Seekirche geworfen hatten, dort erinnern an drei Säulen Steintafeln an die "Seefrörnen", das gänzliche Zufrieren des Bodensees 1573, 1830 und 1963, schlenderten wir zum Auto zurück.







































Anschließend ging es weiter auf die Insel Lindau. Die Insel ist ein Traum, das hatte ich beinahe vergessen. In unserer Anfangszeit hier am Bodensee waren wir mal da, das ist schon einige Jahre her.

Der Liebste hat für mich den Reiseführer gemacht und mich auf einem Rundgang über die Insel gelotst. Den vom Fremdenverkehrsamt herausgegebenen Stadtrundgang haben wir wegen der Hitze ein wenig abgekürzt und uns zwischendurch lieber auf schattigen Bänken ausgeruht. 




































Abends haben wir sehr lecker gegessen. 
Auf der Suche nach einem netten Restaurant hatte der Liebste entdeckt, dass es an der Seepromenade beim Yachthafen direkt unterhalb des Mangturms Plätze des Swiss Restaurant gibt und, der Vorsaison sei Dank, wir bekamen einen Tisch unterm Sonnenschirm direkt über dem Hafenbecken. Herrlich! Und Essen und Trinken waren genial lecker, die Aussicht, der Hauch von Seeluft, Schiffe die in ihren Heimathafen einfuhren, nur wir zwei, ohne Kinder deutlich entspannter, das war einfach perfekt und hätte besser nicht sein können.





Nachher, als die Hitze nachließ, haben wir noch eine kleine Abendspaziergangsrunde am Seeufer entlang bis zurück zum Hafen unternommen, bevor wir die Heimfahrt antraten.








































In Meersburg angekommen, fuhr das Fährschiff gerade weg. Macht nichts, also noch etwas am See sitzen und den letzten Farben dieses längsten Abends des Jahres nachschauen. Auf dem Schiff dann im Fahrtwind sitzen, nicht frieren, Seeluft inhalieren und auf den dunklen See und die Lichter am heimatlichen Ufer schauen. Zauberhaft.

Ein schöner Tag.







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